Geburtstagsfeier des Präses

Glaube und Verantwortung gehören zusammen

"Ich bin froh, dass es dich gibt, die Landesregierung ist froh, dass du an der Spitze stehst", und so gratulierte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Nikolaus Schneider zum 65. Geburtstag.

Glückwunsch mit Geschenk: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gratuliert Präses Nikolaus Schneider zum 65. Geburstag. LupeGlückwunsch mit Geschenk: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gratuliert Präses Nikolaus Schneider zum 65. Geburstag.

Beim Empfang der Kirchenleitung zu Schneiders rundem Geburtstag am Vortag würdigte die SPD-Politikerin  Schneider als Menschen, der "bei den Menschen und für die Menschen" da ist. Als Kind des Ruhrgebiets, aufgewachsen in Duisburg als Sohn eines Hochofenmeisters, habe der Präses schon von Kindsbeinen an die Sorgen und Nöte der Menschen kennengelernt.

Er kümmere sich nicht nur um die Einzelnen, sondern auch ums Gemeinwesen, sei ein ausgesprochen politischer (nicht parteipolischer) Kopf. Hannelore Kraft erinnerte auch an "schwere Stunden", die sie miteinander erlebt hätten, nannte den Gottesdienst nach der Loveparade-Katastrophe, als der Präses ihr und allen Halt gegeben habe.

Vizepräsident Christian Drägert (l.) und Vizepräses Petra Bosse-Huber übergeben dem Präses die Festschrift zu seinem 65. Geburtstag. LupeVizepräsident Christian Drägert (l.) und Vizepräses Petra Bosse-Huber übergeben dem Präses die Festschrift zu seinem 65. Geburtstag.

Kraft ist eine der Autorinnen und Autoren des Überraschungsgeschenks für den Präses: "Glaube und Verantwortung" heißt die Festschrift zu seinen Ehren, sie enthält 19 Beiträge. Glaube und Verantwortung seien nicht zu trennen, erklärte Co-Herausgeberin und Vizepräses Petra Bosse-Huber. Zugleich charakterisierten die beiden Worte ganz besonders Schneiders Leben und Dienst. Vizepräsident Christian Drägert, der andere Herausgeber: "Für dich ist der Glaube die Wurzel." Und Verantwortung beziehe der Präses vor allem auf die Verlierer von Strukturwandel und Globalisierung.

Die Präses der Nachbarkirche, der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, würdigte Schneider unter Zuhilfenahme der Losung für den Tag seines Geburtstags als Mann mit "fleischernem", nicht steinernem Herzen: mitfühlend, den Dialog suchend, sich mit Missständen nicht abfindend, ein wahrer Pastor. "Mit dir lassen wir uns gern hören und sehen." Segenswünsche für den Ruhestand, sonst bei 65 sinnvoll, seien ja nicht angebracht, sagte der Präsident des EKD-Kirchenamts, Dr. Hans-Ulrich Anke. Schneider amtiert als rheinischer Präses bis zur Neuwahl Anfang 2013. Als EKD-Ratsvorsitzender ist Nikolaus Schneider bis 2015 gewählt.

"Alter ist kein Verdienst", stellte Schneider in seiner Dankes-Rede klar, ins Nachdenken sei er angesichts des runden Geburtstags aber doch gekommen: Was war und was wird kommen? Sein Weg mache eine Mischung aus Geführtwerden und eigene Verantwortung aus. Und er bestätigte: "Weltverantwortung und Glaube an Gott gehören zusammen." Die Menschen lebten davon, "dass wir gehalten werden, dass wir Menschen und Gott vertrauen, dass wir halten, dass wir verlässlich sind".

Die Festschrift für Präses Nikolaus Schneider zum 65. Geburtstag "Glaube und Verantwortung" ist bei "neukirchener theologie" erschienen, www.neukirchener-verlage.de

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 4. September 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 12. September 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu, Foto Sergej Lepke / 04.09.2012



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