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Rheinischer Präses erinnert in Namibia an die Schuld der deutschen Missionare

Delegation der Kirchenleitung zu Gast bei lutherischer Partnerkirche

Pressemitteilung Nr. 30/2012

An die Verstrickung der Kirche in die Schuldgeschichte von Kolonialismus und Völkermord hat Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, bei seinem Besuch in Namibia erinnert. „Wir gedenken der Menschen aus dem Volk der Herero, aber auch Nama und Damara, die von deutschen Truppen ihres Landes beraubt, bekämpft und vernichtet worden sind“, sagte der Theologe am Sonntagvormittag (vgl. Sperrfrist!) in seiner Predigt in einem Gottesdienst in der Hauptstadt Windhoek: „Die Missionare haben sich nicht eindeutig gegen die Kolonialmacht gestellt, sie haben versucht zu vermitteln, sie sind mit schuldig geworden. Das ist die Schuld unserer Kirche“, sagte Schneider mit Blick auf die Schlacht am Waterberg 1904.

„Eine nicht immer einfache, ungebrochene Geschichte“

Auch später – in der Zeit der Apartheid – „war unsere Kirche nicht immer eindeutig an der Seite ihrer Partner“, räumte der Präses ein. Es sei eine nicht immer einfache, ungebrochene Geschichte, die die Kirchen in Namibia und die rheinische Kirche verbinde. 1842 hatte die Rheinische Missionsgesellschaft die ersten Missionare in das Land geschickt – noch bevor das Gebiet deutsche Kolonie wurde. „Aber ich bin gewiss: Über alle Gräben und Verletzungen hinweg hat uns Gott dazu gerufen, gemeinsam und miteinander das Evangelium zu verkünden, die gute Botschaft, die allen Menschen gilt“; so Schneider heute in einem Gottesdienst aller lutherischen Kirchen Namibias in Windhoek: „Das erleben unsere Gemeinden in Deutschland als großes Geschenk. Das Zeugnis der namibischen Kirche im Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit hat vielen Christinnen und Christen in der Evangelischen Kirche im Rheinland geholfen, für ihren Glauben eine klare Sprache und ein deutliches Zeichen zu geben.“

Bis zum Ende der Woche ist eine zwölfköpfige Delegation der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland zu Besuch bei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELCRN). Auf dem Programm stehen u.a. Informationsbesuche bei der HIV/Aids-Arbeit der namibischen Partnerkirche und Termine, bei denen sich die Delegation mit der Kolonial- und Missionsgeschichte beschäftigt.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 23. Januar 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 23. Januar 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/Windhoek / EKiR-Pressestelle / 23.01.2012



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