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Rheinischer Präses Rekowski zieht 100-Tage-Bilanz

„Kirche muss in Wort und Tat im Sinne Jesu unterwegs sein“

Pressemitteilung Nr. 107/2013

Präses Manfred Rekowski hat eine positive Bilanz der ersten 100 Amtstage der neuen Kirchenleitung gezogen: „Ich nehme ein ausgeprägtes Interesse der neuen Kirchenleitung wahr, die Kirche so zu leiten, dass sie konzentriert bei ihrer Sache und damit nahe bei den Menschen ist“, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Mittag von Journalistinnen und Journalisten in Düsseldorf. Eine Kirche, die sich auf Jesus Christus beruft, der Frauen und Männer bewegte, Leben heilte und Grenzen überwand, dürfe – „egal, was organisatorisch, strukturell und finanziell zu regeln ist – nicht um sich selbst kreisen, sondern muss in Wort und Tat im Sinne Jesu unterwegs sein“.

Dazu gehöre es auch, dass die Kirche flexibler auf sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen reagieren müsse. „Kirchenleitende Aufgabe ist es, unsere Kirche zu einer veränderungsfähigeren, mobileren Kirche umzugestalten, damit wir auch unter veränderten Bedingungen seelsorgliche, diakonische und gesellschaftspolitisch wirkende Kirche bleiben“, so Präses Rekowski. Hier bedürfe es eines intensiven innerkirchlichen Verständigungsprozesses, den die Kirchenleitung angestoßen habe. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der unklaren Entwicklung der Finanzkraft müssten sich nach seiner Einschätzung die Arbeitsweise, die Arbeitsformen und die Strukturen der Kirche vermutlich erheblich verändern.

Sich aus dem Glauben heraus in der Welt engagieren

„Unsere Kirche konzentriert sich auf ihre Grundüberzeugungen“, machte Manfred Rekowski in einem Pressegespräch deutlich: „In der 1. These der Barmer Theologischen Erklärung heißt es: ,Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.’ Das heißt für mich: Über das Hören des Wortes Gottes kommen wir zum Glauben. Und der Glaube führt zum Gehorchen – also zum Tun.“ Deshalb trete die rheinische Kirche für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ein. Konkret werde dies u.a. am Thema der Flüchtlinge, die an den EU-Außengrenzen strandeten: „Es kann doch nicht sein, dass wir diese Menschen von Europa fernhalten, uns aber kaum damit beschäftigen, wie die Fluchtursachen in deren Herkunftsländern beseitigt werden können.“

In der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion zum Beispiel um kirchliches Arbeitsrecht, Staatsleistungen und das Subsidiaritätsprinzip sei das Beharren auf Rechtspositionen eine Sache: „Um Einverständnis zu werben ist aber eine andere Sache.“ Und dies sei nach seiner Einschätzung nötig, weil die Kirchen beharrlich wichtige gesellschaftliche Beiträge lieferten. „Der christliche Glaube entfaltet immer wieder Bilder und Visionen von einem anderen Leben und einer anderen Welt – gewissermaßen als Gegenentwurf zu bestehenden Realitäten“, so Präses Rekowski. Diesen Gegenentwurf immer wieder zur Sprache zu bringen, sei wichtig für die ganze Gesellschaft.

Zu Verhandlungen über die Ablösung der so genannten Staatsleistungen sei die rheinische Kirche bereit betonte Manfred Rekowski erneut: „Mit diesen Geldern entschädigt der Staat die Kirchen für enteigneten Besitz. Diese Staatsleistungen irgendwann abzulösen ist ein im Grundgesetz festgeschriebener Auftrag an die Politik. Wir werden uns Gesprächen darüber nicht entziehen. Aber der Ball liegt in der Spielhälfte der Politik.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 10. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 10. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 10.06.2013



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