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Schwieriges Thema zwischen Schuld und seelsorglicher Begleitung

Sterbehilfe: Präses lädt zur Diskussion über „brennende Fragen“ ein

Pressemitteilung Nr. 85/2014

Wie können Menschen in Würde leben und vor allem in Würde sterben? Zu einer Diskussion über diese Fragen lädt Präses Manfred Rekowski im Internet ein: „Brennende Fragen werden nicht dadurch gelöst, dass wir sie nur im Kreise Gleichgesinnter diskutieren“, schreibt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in seinem aktuellen Blog auf praesesblog.ekir.de. „Sterben ist ein großes Thema. Es treibt viele Menschen um.“ Deswegen habe er gestern Abend gerne an einer Podiumsdiskussion zum Thema „In Würde leben und sterben“ in Wuppertal teilgenommen: „Ich war beeindruckt, wie intensiv die Diskussion war.“

Die Fragen nach dem Sterben in Würde und der Sterbehilfe seien brennende Fragen unserer Zeit, macht Manfred Rekowski deutlich: „Gemeindeglieder stellen keine Fragen zu hypothetischen Situationen, sondern setzen sich in konkreten und oft auch bedrängenden Lebenszusammenhängen intensiv mit dem Sterben auseinander. Und manche denken auch über die Möglichkeit eines Suizids nach. Ich weiß, dass es Extremsituationen geben kann, in denen Menschen verantwortliche Gewissensentscheidungen treffen müssen und dabei das Gefühl haben, zwischen verschiedenen ,Übeln’ wählen zu müssen. Wenn wir so Verantwortung übernehmen, können wir auch schuldig werden. Die Gewissensentscheidung des Einzelnen respektieren wir in der Kirche, aber daraus lassen sich eben keine allgemein gültige Normen ableiten.“

Handreichung: „Niemand nimmt sich gern das Leben“

Er sei gewiss, dass weder Angehörige, die einen sterbenden Menschen begleiteten, noch Kranke, die die Möglichkeit eines Suizids bedächten, aus der Beziehung zu Gott herausfielen. „Deshalb haben wir uns in der Evangelischen Kirche im Rheinland dafür ausgesprochen, dass Menschen, die einen Suizid erwägen, auch seelsorglich begleitet werden“, verwies der Theologe auf die neue Handreichung „Niemand nimmt sich gern das Leben“, die im Internet abrufbar ist: www.ekir.de/url/p2f

„Als Christen sind wir überzeugt, dass jeder Mensch als Ebenbild Gottes eine Würde hat, die auch in Krankheit und im Sterben nicht verloren geht. Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich auch darin, wie sie mit Sterbenden umgeht“, stellt der Präses fest. Fragwürdig sei es, wenn die Selbstbestimmung des Menschen absolut gesetzt wird. Dies hieße nämlich im Hinblick auf das Ende des Lebens, dass die Vermeidung von Abhängigkeiten ein oberstes Ziel wäre. „Unsere Menschenwürde liegt – theologisch gesprochen – jedoch nicht in der Fähigkeit, unser Leben selbst zu bestimmen, sondern in unserer Gottesebenbildlichkeit. Das heißt: Jeder Mensch behält seine Würde auch im Sterben, ob er als Parkinsonpatient oder als Demenzkranker stirbt. ‚Sterben in Würde’ beginnt nicht erst dann, wenn ein Mensch selbst die Umstände seines Sterbens in die Hand nimmt.“

Über diese Fragen wolle er gerne intensiv weiter diskutieren und fordert zu Reaktionen im Präsesblog auf.

Der Präsesblog: praesesblog.ekir.de

Die Handreichung „Niemand nimmt sich gern das Leben“: www.ekir.de/url/p2f

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 22. Mai 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 22. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 22.05.2014



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