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Präses bloggt zum Mordanschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“

„Keine Religion darf missbraucht werden, um Gewalt zu rechtfertigen“

Pressemitteilung Nr. 3/2015

„Keine Religion darf missbraucht werden, um Gewalt zu rechtfertigen.“ Das stellt Präses Manfred Rekowski angesichts des Mordanschlags auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gestern in Paris fest. In seinem Präsesblog schreibt der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Als Christinnen und Christen verurteilen wir den Anschlag auf die Redaktion des Magazins Charlie Hebdo in Paris. Wir trauern um die Ermordeten, unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen. Dieser Anschlag trifft unser Selbstverständnis. Wir leben in einer offenen Gesellschaft. In unserer Demokratie gelten Menschenrechte, Meinungsfreiheit und selbstverständlich auch Religionsfreiheit. Auf diesen Werten gründet unsere Wertegemeinschaft in Europa, diese Werte wurden durch das Attentat angegriffen.“

Zugleich macht Rekowski deutlich: „Die Attentäter handeln nicht im Namen des Islam. Als Christinnen und Christen müssen wir widersprechen, wenn Religionen nicht nach ihrem Selbstverständnis beurteilt, sondern auf Pervertierungen reduziert werden.“ Dies habe auch Zentralrat der Muslime deutlich gesagt, so der Präses und zitiert dessen Stellungnahme: „,Es gibt in keiner Religion und keiner Weltanschauung auch nur einen Bruchteil einer Rechtfertigung für solche Taten. Dies ist ein feindlicher und menschenverachtender Akt gegen unsere freie Gesellschaft. Durch diese Tat wurde nicht unser Prophet gerächt, sondern unser Glaube wurde verraten und unsere muslimischen Prinzipien in den Dreck gezogen.’“

In unserer Gesellschaft lebten Menschen mit verschiedenen Überzeugungen, Weltanschauungen und Religionen zusammen: „Wir müssen uns dem Dialog stellen, auskunfts- und sprachfähig sein, über das, was uns in unserem Glauben wichtig ist. Dazu gehört es aber auch, dass wir hinterfragt werden, auch durch Satire. Dies hält der Glaube aus und muss es aushalten.“ Die Gefahren durch Terrorismus gelte es mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu bekämpfen: „Bei der Prävention können wir als Kirche gemeinsam mit den muslimischen Organisationen einiges tun. Die diffusen Ängste in der Bevölkerung müssen wir ernst nehmen, indem wir auch für Menschen ansprechbar bleiben, die z. B. verunsichert werden durch sich schnell verändernde Stadtteile, ansprechbar für ihre Unsicherheit, ihre Sorgen und auch für die mitunter aufkommenden Fremdheitsgefühle. Wer aber aufgrund des Attentates Muslime und Musliminnen nun ausgrenzt, gibt den Attentätern nachträglich Recht und verleugnet unsere plurale Gesellschaft. Als Christinnen und Christen stehen wir für den Dialog ein – und für die Freiheit der Gesellschaft, in der wir leben.“ Der komplette Präsesblog hier: http://praesesblog.ekir.de/?p=2778

 

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 08.01.2015



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