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Landessynode 2018

Ökumene-WG's bleiben Gesprächsthema

Gespräche über mögliche gemeinsame katholisch-evangelische Gemeindezentren werden fortgeführt, beispielsweise in Mettmann und in Essen. Das wurde in der Auftakt-Pressekonferenz der Landessynode 2018 deutlich.

Das Thema war bereits am ersten Synodenabend präsent. „Es ist sicher besser, ökumenische ‚Wohngemeinschaften‘ zu gründen, als dass sich beide Kirchen aus Stadtteilen und Orten zurückziehen.“ Das sei keine schlechte Idee. So reagierte der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser auf einen Vorschlag, den der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, zum Jahreswechsel in einem Gastbeitrag für den Kölner Stadtanzeiger gemacht hatte. In der Pressekonferenz betonte der Präses nun im Blick auf das Bistum Essen: „Wir sind in sehr guten Gesprächen.“

Deutlich machte der Präses weiterhin, dass sich die Vorlage „Für die Begegnung mit Muslimen“ entsprechend dem Untertitel „Theologische Positionsbestimmung“ im Kern um Theologie dreht.

Nach der Forderung des Präses in seinem Präsesbericht nach einen Antisemitismus-Beauftragten bei der Bundesregierung wurde er in der Pressekonferenz gefragt, wie schwerwiegend das Problem Antisemitismus nach seinem Wissen ist. Gesprächspartner aus jüdischen Gemeinden berichtenen von hoher Judenfeindlichkeit, erklärte Rekowski und sagte entschieden: „Jeder einzelne Fall ist einer zuviel.“

Vielfältige Themen: Antisemitismus, christlich-muslimischer Dialog, Mission. Ob die kirchliche Haltung zur Judenmission Vorbild bei der Frage nach Mission und Islam sei, wollte eine Zeitungsredakteurin wissen. Da unterstrich der Präses: „Logisch und theologisch geht Judenmission nicht.“ Aber Mission gehöre zum Wesen der Kirche, erklärte der leitende Theologe weiter.

Schließlich wurde nach der Zahl von Flüchtlingstaufen gefragt – Antwort schwierig, da die kirchliche Statistik keine Rubrik für die Ethnie von getauften Kindern oder Erwachsenen vorsieht. Fakt ist: Im Jahr 2016 – soweit noch die neuesten Zahlen – ist die Zahl von Erwachsenentaufen gestiegen, das Plus beträgt 38 Prozent. Genau: 1.912 im Jahr 2015, 2.630 im Jahr 2016. Insgesamt ist die Zahl der Gemeindemitglieder bei gestiegener Bevölkerungszahl gesunken. Die Evangelische Kirche im Rheinland zählt 2,54 Millionen Mitglieder.

Jugend und Kirche war ein weiteres Thema in der Pressekonferenz, der auch der Jugendbericht vorangegangen war. Jugendkirchen sind eine große Chance, betonte Landesjugendpfarrerin Simone auf entsprechende Nachfrage. Zu den „Eingangstoren“ für Jugendliche zum Glauben, zzur Kirche gehöre die Konfirmandenarbeit. Themen bestimmen sei dabei wichtig, so die Theologin.

 

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ekir.de / neu, Foto: Hans-Jürgen Vollrath, Video: Marcel Kuß / 08.01.2018



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