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Vielfalt ist eine Bereicherung: Oberkirchenrat Klaus Eberl beim 'Petersburger Dialog'. Vielfalt ist eine Bereicherung: Oberkirchenrat Klaus Eberl beim "Petersburger Dialog".

Inklusion

Zusammenarbeit in Pskow wird weiter vertieft

Pskow, die alte russische Hansestadt, war Gastgeberin des III. Deutsch-Russischen Sozialforums im Rahmen des Petersburger Dialogs. Inklusion ist die Kunst des Zusammenlebens von sehr verschiedenen Menschen, sagte dort Oberkirchenrat Klaus Eberl, Vorsitzender der Initiative Pskow in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung im russischen Pskow. In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung im russischen Pskow.

Pskow war von den Organisatoren ausgewählt worden, weil dort das von der Evangelischen Kirche im Rheinland initiierte Versöhnungsprojekt Ausgangspunkt einer Neuorientierung der Behinderten- und Sozialarbeit für die ganze russische Föderation geworden ist. Kürzlich ist dem von der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg gegründeten Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) ein Referenzstatus verliehen worden. Das heißt, dort werden künftig förderpädagogische Konzepte für das ganze Land entwickelt und entsprechende Fortbildungen angeboten.

Oberkirchenrat Eberl machte in seinem Vortrag deutlich, dass das Inklusionskonzept Ausdruck einer veränderten Haltung sei. Sehr verschiedene Menschen leben zusammen. Vielfalt sei eine Bereicherung, wenn allen angemessene Teilhabemöglichkeiten geboten werden. Aus dieser wertschätzenden Haltung gewinnt die Arbeit mit behinderten Menschen und die Sozialarbeit ihre Impulse, so Eberl.

Zusammenarbeit gerade jetzt wichtig

Gerade angesichts des derzeit schwierigen Verhältnisses zwischen Deutschland und Russland sei  es wichtig, weiter miteinander zu reden und zusammen zu arbeiten, so Ernst-Jörg von Studnitz, ehemaliger deutscher Botschafter in Moskau (1995-2002). Von Studnitz eröffnete und begleitete als Schirmherr das Forum.

Wie wichtig das Treffen für die russische Seite war, zeigte sich auch darin, dass die Präsidentin des Föderationsrates, das ist Russlands Parlamentsoberhaus, Valentina Matwijenko, die Teilnehmenden begrüßte und das Heilpädagogische Zentrum sowie die Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Initiative Pskow besuchte. Neben Eberl nahmen Helene Michel, Finanzcontrollerin im Düsseldorfer Landeskirchenamt und ehrenamtlich in der Initiative Pskow engagiert, sowie Bernd Schleberger vom Vorstand der Initiative Pskow teil.

Jazz bei "Anderer Kunst"

Parallel zum Sozialforum fand u.a. das Festival „Andere Kunst“ statt. Dort präsentierten inklusive Theaterformationen und Musikgruppen ihr Können. Aus Deutschland nahmen Beate Theissen und Beverly Dailey mit Jazz-Standards, die sie in einem Workshop mit behinderten Schülern des HPZ einstudiert hatten, teil. Rund tausend Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Oper-Air-Bühne ließen sich von den Rhythmen mitreißen.

Am Ende der Pskower Festivaltage wurde es wieder offiziell. Oberkirchenrat Eberl unterzeichnete für die Initiative Pskow im Rahmen des Wirtschaftsforums einen Partnerschaftsvertrag, mit dem die künftigen gemeinsamen Projekte festgelegt werden. An dem Wirtschaftsforum haben die Vorsitzende des Föderationsrates Matwijenko und zahlreiche Führungskräfte von  Ministerial- und Oberbehörden sowie Vertreter von kulturellen und Business-Organisationen aus Russland und anderen Ländern teilgenommen.

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ekir.de / 30.05.2017



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