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Alle, die an dem Buch mitgewirkt haben, bekamen ein Exemplar geschenkt - verpackt in einer eigens dafür designten Papiertüte. Alle, die an dem Buch mitgewirkt haben, bekamen ein Exemplar geschenkt - verpackt in einer eigens dafür designten Papiertüte.

Buchprojekt

Der Mensch und sein Rad

„Radtour durch Zeit und Raum“ – unter diesem Titel haben das Städtische Görres-Gymnasium und die Johanneskirche in Düsseldorf ein Buch vorgestellt. Passend zum Start der Tour de France am Wochenende in Düsseldorf. Nathalie Dimic und Martin Steiner haben das Buchprojekt redaktionell und künstlerisch begleitet.

„Mit dem Fahrradfahren ist das wie mit dem Glauben. Es funktioniert nur, wenn man einen Antrieb hat“, sagt Pfarrer Heinz Frantzmann, der das Buchprojekt als Kooperationspartner von der Diakonie unterstützt hat. Zahlreiche Illustrationen von Schülerinnen und Schülern des Görres-Gymnasiums wechseln sich auf 120 Seiten mit Geschichten rund um das Rad ab.

Es sind Anekdoten aus dem Alltag, lustige und manchmal auch berührende Erlebnisse, die von Schülerinnen und Schülern aber auch Erwachsenen gesammelt wurden. „Es ist eine Hommage an das Fahrrad und an Düsseldorf. Das Lebensgefühl des Fahrrades kommt zum Tragen“, erklärt Heinz Frantzmann.

Tortur de France und Fahrrad-Klau

Pfarrer Heinz Frantzmann und Pia Helfferich bei der Lesung. Pfarrer Heinz Frantzmann und Pia Helfferich bei der Lesung.

So wie beispielsweise im Beitrag „Tortur de France“ von Herbert Wirtz, pensionierter Kriminalbeamter, der einst mit seinem eigenen Rennrad den Gipfel des beeindruckenden und 2115 Meter hohen Col du Tourmalet in den Pyrenäen erklommen hat.

Oder auch die Geschichte „Das K(G)lau(b)t mir (k)einer“, in der eine Autorin davon erzählt, wie ihr immer wieder die Fahrräder gestohlen wurden und wie stark ihre Beziehung zu den jeweiligen Drahteseln gewesen ist. Einige der Beiträge wurden am Mittwochabend im Rahmen der Buchvorstellung von Pia Helfferich von der Schreibwerkstatt Düsseldorf vor Publikum im Café der Johanneskirche gelesen.

„Wir haben im Herbst 2016 mit dem Projekt begonnen“, erzählt Künstler Martin Steiner, der als Lehrer am Görres-Gymnasium arbeitet. „Aus über 100 Beiträgen haben wir eine interessante Auswahl treffen können. Die Tour de France ist schnell vorbei, aber so bleibt vielleicht nicht nur für die zahlreichen Autoren etwas Bleibendes von diesem Ereignis.“

Fokus liegt auf der persönlichen Verbindung zum Rad

Nathalie Dimic, zuständig für Kultur- und  Öffentlichkeitsarbeit in der Johanneskirche, ergänzt: „Bewusst wollten wir den Fokus beim Thema Rad nicht auf die Spitzensportler, sondern auf die persönlichen Verbindungen der Menschen zu ihrem Rad legen.“

Für Heinz Frantzmann gibt es noch mehr Verbindungen zwischen dem Rad und dem Glauben als den Antrieb: „Wer auf dem Rad sitzt, hat immer die Verantwortung, den Lenker in der Hand zu halten. Man muss die Balance wahren. Und es kann auch mal Gegenwind kommen. Das ist mit dem christlichen Glauben nicht anders. Für mich ist der Erhalt der Schöpfung eng damit verbunden.“

Die „Radtour durch Zeit und Raum“ ist ein Projekt in drei Etappen: Das kultur- und generationsübergreifenden Buchprojekt, die noch bis zum 4. Juli laufende Ausstellung am Görres-Gymnasium (Königsallee 57) und in der Johanneskirche (Martin-Luther-Platz 39) und der Etappe „Kunst auf dem Dach“. Dabei werden zum „Grand Départ“ auf den großen Dachterrassen der Schule sowie der Stadtkirche großformatige Bilder ausgelegt – ganz im Zeichen des Fahrrads.

Das Buch „Radtour durch Zeit und Raum“ ist im Café der Johanneskirche sowie im Görres-Gymnasium zu einem Preis von 5 Euro erhältlich.

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ekir.de / Tobias Kemberg, Fotos: Sergej Lepke / 29.06.2017



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