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Freuen sich über den Start von 'raumschiff.ruhr': Superintendentin Marion Greve, Projektleiterin Rebecca John Klug und Präses Manfred Rekowski. Freuen sich über den Start von "raumschiff.ruhr": Superintendentin Marion Greve, Projektleiterin Rebecca John Klug und Präses Manfred Rekowski.

Glaubensprojekt

„raumschiff.ruhr“ ist gelandet

Zwischen Schaufenstern und Kirchenfenstern, Küchentisch und Altar darf in der Essener Marktkirche zukünftig geträumt und experimentiert werden. Das neue Glaubensprojekt „raumschiff.ruhr“ richtet sich an junge Erwachsene, die eher selten Kontakt zu einer Kirchengemeinde pflegen. 

„Die wahren Feinde unserer Kirche sind nicht die zurückgehenden Mitgliederzahlen oder nötige Sparbeschlüsse, sondern gedankenlose Routine, Phantasielosigkeit und Tristesse. Dagegen hilft eine kreative und engagierte Gemeindearbeit, aber auch ein Projekt wie das raumschiff.ruhr.“

Mit diesen Worten eröffnete der rheinische Präses Manfred Rekowski am Mittwochabend (4. Mai) in der Marktkirche ein neues Projekt, das jungen Erwachsenen neue Glaubenserfahrungen zwischen christlicher Tradition und moderner Spiritualität ermöglichen will und gemeinsam von der Landeskirche und dem Kirchenkreis Essen getragen wird.  

„In unserer aktuellen Situation brauchen wir keine Resignation und Konkurrenz zwischen einzelnen Arbeitsbereichen, sondern neue Ideen und auch den Mut, vielleicht den einen oder anderen Fehler zu machen“, sagte der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Er sei beeindruckt, wie die Evangelische Kirche in Essen in zentraler Innenstadtlage in der ältesten protestantischen Kirche mit der Initiative „raumschiff.ruhr" neue Wege gehe. „Mit dieser Ergänzung bestehender Angebote wird jungen Erwachsenen Raum gegeben: sowohl im Kirchenschiff als auch in den neu geschaffenen transparenten Räumen im Erdgeschoss. Hier können suchende Menschen landen und träumende abheben.“

Nach dem Gottesdienst wurden die frisch renovierten Räumlichkeiten besichtigt

Mehr als 200 Gäste aller Altersstufen kamen zum Einführungsgottesdienst von Projektleiterin und Pfarrerin Rebecca John Klug. Mehr als 200 Gäste aller Altersstufen kamen zum Einführungsgottesdienst von Projektleiterin und Pfarrerin Rebecca John Klug.

Über zweihundert Gäste aller Altersstufen waren in das traditionsreiche Gotteshaus gekommen, um in einem Gottesdienst die Einführung der Projektleiterin, Pfarrerin Rebecca John Klug, zu feiern und anschließend die neuen Räumlichkeiten des „raumschiff.ruhr“ im Untergeschoss der Marktkirche ausgiebig in Augenschein zu nehmen - Abendimbiss und Live-Musik in Wohnzimmeratmosphäre inklusive.  

Dabei beeindruckte der Gottesdienst durch einen entspannten und gleichzeitig ernsthaften Ablauf mindestens ebenso wie die frisch renovierten und umgestalteten Räume unter dem Kirchenschiff: Sie laden dazu ein, in geselliger, freundlicher Atmosphäre miteinander über wichtige und weniger wichtige Fragen des Lebens und des Alltags ins Gespräch zu kommen. 

Eine moderne Küche zählt zum Mobiliar im Eine moderne Küche zählt zum Mobiliar im "raumschiff.ruhr".

Zum Mobiliar zählen ein gemütliches, gebrauchtes Sofa, eine Kommode und eine moderne Küche - die Tische und Stühle lassen sich individuell einsetzen und je nach Bedarf auch schnell verrücken oder in die Ecke schieben.  

„Wir wollen jungen Erwachsenen neue Möglichkeiten bieten, die Schönheit des Lebens zu entdecken und gemeinsam zu feiern“, erklärt Pfarrerin Rebecca John Klug das Ziel dieses Glaubensprojekts. „Es ist ein spannendes Experiment, denn häufig ist es je genau diese Zielgruppe, die selten mit Kirchengemeinden in Kontakt steht.“  

Zwischen Schaufenstern und Kirchenfenstern, Küchentisch und Altar darf in der Marktkirche zukünftig geträumt und experimentiert werden. „Unterschiedliche Formate laden junge Menschen dazu ein, zu suchen und zu teilen, was sie inspiriert, im Leben trägt und ihnen wertvoll ist“, sagt die junge Theologin. „Hier finden sie einen Ort um sich zu vernetzen, gemeinsam etwas zu gestalten und eigene Ausdrucksweisen des Glaubens und der Gemeinschaft auszuprobieren.“

"Kirche hat in meinem Leben erst spät an Bedeutung gewonnen" 

Rebecca John Klug ist mit 23 Jahren in Essen in die Evangelische Kirche eingetreten; neun Jahre später initiiert sie hier als Pfarrerin nun ein spannendes Experiment. „Kirche hat in meinem Leben erst sehr spät eine Bedeutung gewonnen. Als Jugendliche habe ich Räume mit Gleichaltrigen gesucht. Kreativ sollte es sein, faszinierend und bunt. Bei Ten Sing habe ich Schlagzeug spielen gelernt und Glaubenserfahrungen gesammelt, die mich bis heute prägen.“  

Auch der CVJM-e/motion - eine seit 18 Jahren rein ehrenamtlich organisierte Essener Gemeinde - und zwei Semester an der Theologischen Fakultät in Greifswald, die Studierende intensiv auf kirchliche Veränderungsprozesse vorbereitet, haben Rebecca John Klug auf dem Weg ins Pfarramt geprägt.  

Nach dem Vikariat im Weigle-Haus hat sie als Pfarrerin den Aufbau der Jugendkirche in Düsseldorf begleitet und zugleich eine Forschungsarbeit begonnen: „Junge Erwachsene und Kirche im Spannungsfeld“. Seit Anfang 2016 ist sie daneben als Pfarrerin in Essen mit der Initiative "raumschiff.ruhr" beauftragt. 

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ekir.de / Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Essen / 06.05.2016



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