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Im Kreis der rheinischen Rechnungsprüferinnen und Rechnungsprüfer, erste Reihe 2. und 3. v.r.: Präses Manfred Rekowski und Oberkirchenrat Bernd Baucks. Im Kreis der rheinischen Rechnungsprüferinnen und Rechnungsprüfer, erste Reihe 2. und 3. v.r.: Präses Manfred Rekowski und Oberkirchenrat Bernd Baucks.

Fachtagung Rechnungsprüfung

Maximum an Transparenz

Für „ein Maximum an Transparenz im Umgang mit Geld“ sprach sich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, auf der Fachtagung des Verbands der kirchlichen Rechnungsprüfung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Kreuznach aus.

„Im Umgang mit anvertrautem Geld muss Kirche überzeugend aufgestellt sein“, betonte der Leitende Theologe der rheinischen Kirche. Das Geld der Kirche korrekt zu verwalten und seine Ströme zu kontrollieren sei ein wichtiges Thema in der rheinischen Kirche. Zu Recht werde von Kirchenmitgliedern die Frage gestellt, wie die Kirche mit Geld umgehe und das nicht erst seit den Vorgängen im Bistum Limburg. In solchen Fällen werde die evangelische Kirche mit in die Haftunggenommen, auch wenn sie nach einem völlig anderen Finanzsystem arbeite als ein katholisches Bistum.

Aufgrund seiner Vielfältigkeit in den 38 Kirchenkreisen sei das rheinische Finanzwesen zwar offen aber schwer zu erklären. „Die Menschen wollen aber unmittelbar einleuchtend wissen, wie die Mittelströme verlaufen, wie das Geld verwaltet und ausgegeben wird“, erklärte Rekowski. „Da müssen wir jederzeit auskunftsfähig sein.“

Dank der Kirchenleitung

Hohen Respekt zollte der Präses der Arbeit der Rechnungsprüfer und dankte ihnen mit Namen der Kirchenleitung für die Wahrnehmung ihrer wichtigen Rolle. Dies gelte umso mehr, als sie sich mit der Reform der Rechnungsprüfung auf veränderte Rahmenbedingungen einlassen mussten. Die Landessynode der rheinischen Kirche hatte 2010 eine Umstrukturierung beschlossen und die bis dahin an die Kirchenkreise angebundenen Rechnungsprüfungsämter auf fünf Regionale Rechnungsprüfungsstellen reduziert.

Die Prüfer arbeiten unabhängig und unterstützen die Kreissynodalvorstände, die geschäftsführenden Leitungsgremien der Kirchenkreise, bei der Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen und haushaltsrechtlichen Aufgaben. Der Verband der Rechnungsprüfung, der sich zu einer dreitägigen Fachtagung zusammenfand, sorgt für Informationsaustausch und stellt Fortbildung sicher.

Große Arbeitsbelastung

Die Auswirkungen der Reform der Rechnungsprüfung war Hauptthema im Gespräch mit dem Präses sowie dem Finanzdezernenten der rheinischen Kirche, Oberkirchenrat Bernd Baucks. Hier wurde die starke Arbeitsbelastung der Prüfer angesprochen sowie die erwartete Welle von Aufgaben in der Folge der Einführung des Neuen Kirchlichen Finanzwesens (NKF), der Umstellung von der kameralen auf die doppische Buchführung.

Ferner befürchten die Rechnungsprüfer eine weitere Reduzierung der Stellen und den Rückgriff auf die Idee eines zentralen Rechnungshofes. „Wir brauchen eine funktionierende Rechnungsprüfung, sowohl in der Struktur als auch in der Personalausstattung“, versicherte Präses Rekowski. Diese Ausstattung, so fügte Bernd Baucks hinzu, sei ausschlaggebend für die Glaubwürdigkeit dieses Systems. Baucks: „Wir können es uns nicht erlauben, daran zu sparen."

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 27. Mai 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 27. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / mu / 27.05.2014



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