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Hauptversammlung in Moers

Reformierter Bund plant Friedenserklärung

Der Reformierte Bund will sich in einer Erklärung zur Friedenverantwortung der Kirche äußern. Der Vorstand des reformierten Dachverbandes, das sogenannte Moderamen, wird zur Hauptversammlung vom 28. bis 30. September in Moers einen "Zwischenruf" mit dem Titel "Die Welt, unsere Angst und der Gott des Friedens" veröffentlichen.

Der Reformierte Bund arbeite seit den Präsidentschaftswahlen in den USA im November vergangenen Jahres an der Stellungnahme, so Generalsekretär Dr. Achim Detmers. "Seitdem wurde uns immer deutlicher, wie wichtig es ist, nach 35 Jahren wieder Stellung zu beziehen."

Zu den zentralen Themen des geplanten "Zwischenrufs" gehörten internationale Konflikte, Terrorismus und nationalistische Tendenzen. Der Titel der Erklärung nimmt Bezug auf eine zentrale Bibelstelle im Johannes-Evangelium: "Das habe ich euch gesagt, damit ihr Frieden habt in mir. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." (Joh 16,33).

Der Reformierte Bund veröffentlichte zuletzt im Jahr 1982 eine Friedenserklärung. "Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Friedensverantwortung der Kirche" löste landesweit Diskussionen aus. Kernpunkte waren das "Nein ohne jedes Ja" zu Massenvernichtungswaffen und die Erkenntnis der Friedensfrage als Bekenntnisfrage, "weil es in der Stellung zu den Massenvernichtungsmitteln um das Bekennen oder Verleugnen des Evangeliums geht."

Rheinische Kirche im Reformierten Bund vertreten

Der Reformierte Bund versteht sich als konfessioneller Dachverband, der rund 1,5 Millionen reformierte Christinnen und Christen vertritt. Ihm gehören als Hauptträger die Evangelisch-reformierte Kirche sowie die Lippische Landeskirche an. Zudem sind auch unierte Kirchen sowie reformierte Gemeinden, Zusammenschlüsse und Einzelpersonen Mitglieder.

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit Oberkirchenrätin Barbara Rudolph im Moderamen vertreten. Moderator Martin Engels ist rheinischer Pfarrer und beruflich derzeit als Beauftragter der rheinischen Kirche für das Reformationsjubiläum tätig.

Hauptversammlung fragt: "Was uns verbindet"

Als seine Aufgabe betrachtet es der Bund, die Gemeinschaft der reformierten Christinnen und Christen und das theologische Erbe in der Tradition der Reformatoren Johannes Calvin und Huldrych Zwingli zu pflegen. "Was uns verbindet" - so lautet das Motto der Hauptversammlung, die mit Moers diesmal im rheinischen Kirchengebiet tagt. Dabei geht es zum einen um die Frage der Kirchengemeinschaft, zum anderen um das "immer stärker empfundene Auseinanderbrechen der Gesellschaft und das Erstarken populistischer Bwegungen in Deutschland und Europa", wie Generalsekretär Achim Detmers in der Einladung zur Hauptversammlung schreibt.

Im Fokus werden auch das Reformationsjubiläum, das Jubiläum 200 Jahre Union Evangelischer Kirchen (UEK) sowie die Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen sein. Die Predigt im Eröffnungsgottesdienst hält der rheinische Präses Manfred Rekowski.

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ekir.de / epd, neu / 28.09.2017



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