EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Regionaltagung Büchereifachstelle Bücher über und für das Alter wurden bei Regionaltagungen für Büchereiarbeit den Teilnehmenden vorgestellt.

Regionaltagungen

Lesen für die geistige Fitness

Wie stellen sich Büchereien auf die älter werdende Gesellschaft ein? „Lesen hält ein Leben lang jung“ lautet das Thema der aktuellen Regionaltagungen der Büchereifachstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die Reihe mit acht Tagungen startete am 2. März in Wuppertal und wird am Samstag, 21. März, in Anhausen mit einer Veranstaltung für die Kirchenkreise Koblenz, Simmern, Trarbach, Trier und Wied abgeschlossen sein.

In Waldböckelheim im Kirchenkreis An Nahe und Glan befassten sich rund 40 ehrenamtlich Mitarbeitende der evangelischen öffentlichen Büchereien mit dem Thema demografischer Wandel. Die rege Teilnahme an der Regionaltagung für fünf Kirchenkreise im südlichen Bereich der rheinischen Kirche zeigte für die Verantwortlichen das starke Interesse am Fortbildungsangebot der Landeskirche.

Gesellschaftliches Leben in der „dritten Lebensphase“

„Bücher öffnen Welten und schlagen Brücken“, betonte Pfarrer Peter Fuhse in seinem Grußwort an die Teilnehmenden. „Der Bücherei-Dienst ist für unsere Gemeinden etwas ganz Wichtiges, weil er Horizonte erweitert.“ Wie ein Jungbrunnen wirken das Lesen und die Liebe zur Literatur, wie die Leiterin der landeskirchlichen Büchereifachstelle, Helga Schwarze, deutlich machte. „Lesen hält ein Leben lang jung“ – so lautet nach ihren Worten das Fazit einer wissenschaftlichen Studie.

„Lesen hält ältere Menschen geistig aktiv und ermöglicht ihnen, bei aktuellen Themen mitreden zu können“, erklärte sie. So beschäftigten sich die Tagungsteilnehmer mit Informationen zum demografischen Wandel und der Bedeutung der sogenannten „dritten Lebensphase“. Sie erörterten, wie ältere Menschen zum Lesen motiviert und vielleicht für die Mitarbeit in den Büchereien gewonnen werden können.

„Was Bewegung für den Körper ist, bedeutet das Lesen für die geistige Fitness“, erläuterte Helga Schwarze. Neben den Aspekten Wohnen und medizinische Versorgung in ihrem unmittelbaren Umfeld interessieren sich Menschen in diesem Lebensabschnitt für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für den Austausch mit anderen sowie für Bildung, Kunst und Kultur. Gerade hier ergeben sich Berührungspunkte mit der Büchereiarbeit.

Tipps für Bücher über und für alte Menschen

Neben dem altersgerechten Literaturangebot bieten sich Veranstaltungen für diesen Leserkreis an. So kann man sich beispielsweise in einem Literaturcafé über Lektüre austauschen, politische Diskussionen führen oder an thematischen Events wie Spaziergängen oder Krimi-Abenden teilnehmen. Für Menschen, die nach dem Eintritt in den Ruhestand eine sinnvolle Beschäftigung suchen, in die sie ihr im Beruf erworbenes Wissen einbringen können, kann die ehrenamtliche Mitarbeit in einer Bücherei ein attraktives Angebot sein.

Neben zahlreichen Anregungen, wie man zum Erschließen von Lesern und Mitarbeitenden in der Altersgruppe 55plus Partner finden kann oder wie ein Angebot für diesen Personenkreis aussehen könnte, nahmen die Teilnehmenden an der Regionaltagung zahlreiche Tipps für Bücher über und für alte Menschen für die künftige Arbeit mit in ihre Kirchengemeinden.

Über dieses Angebot freute sich auch Sigrid Uthoff, Synodalbeauftragte für die zehn Büchereien im Kirchenkreis An Nahe und Glan. „Jede unserer Büchereien hat einen größeren Kreis von älteren Menschen unter den Lesern“, erklärte sie. „Es war interessant zu hören, was wir für sie noch tun können.“

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / MU, rtm / 19.03.2015



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung