Kirchenleitung

Oberkirchenrat Rekowski eingeführt

Der neue Oberkirchenrat und Personalchef der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Manfred Rekowski, ist im Amt. Präses Nikolaus Schneider hat ihn am Sonntag im Gottesdienst eingeführt.

Präses Nikolaus Schneider führt Margit Groß-Schmidt als stellvertretendes nebenamtliches und Manfred Rekowski als hauptamtliches Kirchenleitungsmitglied ein. LupePräses Nikolaus Schneider führt Margit Groß-Schmidt als stellvertretendes nebenamtliches und Manfred Rekowski als hauptamtliches Kirchenleitungsmitglied ein.

In dem Gottesdienst in der Johanneskirche führte der Präses zugleich Margit Groß-Schmidt als stellvertretendes nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied ein. Beide waren im Januar von der Landessynode in ihre Ämer gewählt worden. Der 53-jährige Rekowski folgt auf Oberkirchenrat Jürgen Dembek, der nun in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Manfred Rekowski wurde als Oberkirchenrat und Leiter der Personalabteilung eingeführt. Manfred Rekowski wurde als Oberkirchenrat und Leiter der Personalabteilung eingeführt.

Von Bibelworten als "Sehhilfen" sprach der neue Oberkirchenrat in der Predigt im Einführungsgottesdienst. Seine Predigt befasste sich mit der Mahnung des Propheten Jeremias, Weise sollten sich nicht ihrer Weisheit rühmen, Starke nicht ihrer Kraft, und Reiche nicht ihres Reichtums. Wenn man in den Gottesdienst kommt und erst einmal klein gemacht werde, bleibe einem die Luft weg, warf der Prediger einen ersten kritischen Blick auf diese Bibelstelle. Auf den zweiten Blick: Grenzen eigener Stärken und Fähigkeiten wahrzunehmen, ist heilsam, so Rekowski.

Die Hybris derer, die einen Turm bis in den Himmel gebaut hätten, sei nichts im Vergleich zur Verplanung von Jahrtausenden, kritisierte Rekowski unsere Atomenergiepolitik. Im Blick auf die Umwälzungen in Ägypten räumte er Blindheit für die bisherige "brutal erzwungene Friedhofsruhe" ein, in der Menschenrechte nichts galten. "Wie weit sind wir eigentlich mit unserer Weisheit, unserer Stärke, unserem Reichtum gekommen?"

"Gotteserkenntnis macht klug"

Weiter predigte der neue Oberkirchenrat: "Gotteserkenntnis macht klug." Christinnen und Christen engagierten sich aus ihrem Glauben heraus gesellschaftlich, etwa in  Stellungnahmen zu Fragen der Globalisierung, zu Hartz IV oder beispielsweise zur Situation von Flüchtlingen. Damit werde nicht etwa eine Bühne gesucht, die mit kirchlichen Themen wie der presbyterial-synodalen Ordnung, Konfirmandenarbeit oder dem Besoldungssystem unerreicht bleibt.

Vielmehr bleibe der Glaube an Gott, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt, nicht folgenlos. "Und genau darum melden wir uns auch in ethischen Fragen zu Wort."

Vertrauensvorschuss und Gottes Hilfe

Nach dem Gottesdienst gab es in zwei Grußworten aus der westfälischen und der pfälzischen Nachbarkirche großen Dank an Jürgen Dembek sowie Grüße und Glückwünsche für Manfred Rekowski. In seinem Schlusswort dankte Rekowski für den Vertrauensvorschuss. Manches sei ihm vertraut, manches neu. Er werde die neue Aufgabe nicht unterschätzen und wolle sie "mit Ihrer und Gottes Hilfe" tun. 

Präses Nikolaus Schneider entpflichtet Oberkirchenrat Jürgen Dembek. LupePräses Nikolaus Schneider entpflichtet Oberkirchenrat Jürgen Dembek.

Jürgen Dembek habe einen schwierigen Dienst in überlegter und freundlicher Art getan, sagte Präses Nikolaus Schneider über den in den Ruhestand verabschiedeten 65-Jährigen. Dabei sei er, der "durch und durch humorvolle Mensch", in diesem Dienst dennoch an Grenzen gekommen. Dembek selbst, der seit 2003 Oberkirchenrat war, bedankte sich zunächst bei seiner Familie, des Weiteren bei der Landessynode "für nicht unwichtige Weichenstellungen" sowie für das geschwisterliche Miteinander in der Kirchenleitung. Er habe sie sich anders vorgestellt und nun "so positiv erlebt in diesen acht Jahren, dass ich sie vermissen werde".

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 18. Februar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 20. Februar 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 18.02.2011



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