ekir.de-Interview

Stimmen zu den Regionalkonferenzen: Klaus Riesenbeck

Klaus Riesenbeck ist Superintendent des Kirchenkreises Solingen 

„Die neue Form der Regionalkonferenz hat veranstaltungsdidaktisch noch einen deutlichen Verbesserungsbedarf. Es war viel zu sehr ein Frage- und Antwortspiel zwischen der Gemeinde- und Kirchenkreisebene auf der einen, und der landeskirchlicher Ebene auf der anderen Seite. In den Voten der Gemeindevertreter schwang ein erhebliches Maß an Misstrauen gegenüber der landeskirchlichen Ebene mit, das zu denken gibt, weil es uns im Blick auf die Bewältigung der Zukunftsaufgaben nicht gut tut. Es gab wenig Bereitschaft, wahrzunehmen, dass die Auslöser der Diskussion zur Personalplanung Anträge von Gemeinden gewesen sind, verstärkt durch die Besorgnisse von Mitarbeitenden in den kirchlichen Berufen – und nicht landeskirchliche Machtphantasien. Außerdem scheint mir, dass der gegenwärtige Diskussionsstand in den ständigen Ausschüssen zur Personalplanung noch nicht so recht herüber gekommen ist. Der besagt im Kern zurzeit nichts anderes als: ,Die Gemeinden innerhalb eines Kirchenkreises sind verpflichtet, sich darüber zu verständigen und verbindlich miteinander zu verabreden, wo in Zukunft welche Stelle in welchem Umfang vorgehalten und wie sie finanziert wird.’ Angesichts des rasanten Stellenabbaus, den wir bereits erlebt haben, scheint mir das etwas zu sein, was man von Leitungsorganen erwarten darf und erwarten muss.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 28. Juli 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 2. August 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / roß / 28.07.2011



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