Landespfarrer Maschwitz

Die Kirche mit Kindern hat an Vielfalt gewonnen

Rüdiger Maschwitz geht in den Ruhestand. Als Landespfarrer prägte er die rheinische „Arbeitsstelle Kirche mit Kindern“. Veränderungen in der Kirche und der Gesellschaft erforderten neue Konzepte.

Rüdiger Maschwitz LupeRüdiger Maschwitz

Einige Fachbücher zur Kirche mit Kindern, Religionspädagogik und Praxisanleitungen hat Rüdiger Maschwitz publiziert. Dann gibt es die Bücher, die er „Lebensimpulse“ nennt, wie das Buch „Kooperiere mit dem Unvermeidbaren“. Als Landespfarrer für die Arbeitsstelle Kirche mit Kindern in der Evangelischen Kirche im Rheinland hat er in 19 Jahren Dienstzeit viele neue Entwicklungen und Konzepte erlebt und gestaltet.

Am 21. April wird der 60-Jährige im Theologischen Zentrum Wuppertal beim Studientag „S!ngen & mehr“ in den Ruhestand verabschiedet. Für den Pfarrer ist es wichtig, zuerst einmal „ganz zu gehen“. Wer mit neuem Blick zur Kirche mit Kindern kommt, soll auch Neues verwirklichen können.

Gutes Material und gute Konzepte

Dabei ist er sich sicher, dass die Arbeitsstelle viel zu bieten hat. „Wir haben hervorragendes Material für die geistliche Arbeit mit Kindern erarbeitet“, sagt Maschwitz. Ein gutes Beratungskonzept für Gemeinden, das Schulungskonzept und das Team der ehrenamtlich Mitarbeitenden sind für den scheidenden Landespfarrer weitere Pluspunkte der Arbeitsstelle.

„Die ehrenamtlich Mitarbeitenden engagieren sich kontinuierlich und punktuell“, erläutert er und verweist darauf, wie wichtig beides für erfolgreiche Arbeit ist. Auf eine ausgewogene Gruppe von Männern und Frauen legt der Pädagoge und Theologe ebenso wert. Heute sind häufig die Männer in der Kinderarbeit abwesend. Maschwitz‘ Erfahrung: „Es müssen Männer da sein, damit weitere Männer ins Team kommen“.

„Die Kindergottesdienst-Landschaft ist heute ist breiter aufgestellt als vor zwei Jahrzehnten“, weiß Maschwitz. Monatliche Treffen, Familiengottesdienste, eigene Elterngruppen und Angebote für den Samstag zählen ebenso dazu wie der klassische Kindergottesdienst parallel zum Gottesdienst für Erwachsene. Die Vielfalt hat deutlich zugenommen. Gesellschaftliche Entwicklungen erforderten neue Konzepte.

Bücher zu Spiritualität und Meditation

„Wenn die Eltern nicht in den Sonntagsgottesdienst gehen, kommen ihre Kinder auch nicht in den Kindergottesdienst“, so Maschwitz. Milieustudien hätten gezeigt, dass besonders die geselligen und kritischen Männer und Frauen am Sonntag nicht in der Kirche säßen. Angebote für die Kinder am Samstag nehmen sie aber oft dankbar an.

Rüdiger Maschwitz hat von 1971 bis 1976 Theologie und Pädagogik an der Universität Mainz studiert. 15 Jahre war er Gemeindepfarrer in Langenfeld. Seit 1993 ist er Landespfarrer für die Arbeit mit Kindern. Bereits seit Mitte der 1970-er Jahre praktiziert er Meditation und Eutonie, ein Konzept, um das Bewusstsein für den eigenen Körper zu schärfen. Oft zusammen mit seiner Frau Gerda schrieb er Bücher zu Spiritualität und Meditation.

Auch im Ruhestand will Rüdiger Maschwitz im „Haus der Stille“ in Rengsdorf und als Meditationslehrer aktiv bleiben. Feste Buchprojekte für die kommende Zeit hat er noch nicht entwickelt. Für die Lebensimpuls-Bücher sagt er: „Es reicht, was ich auf 140 Seiten sagen kann“. Da ließe sich das Grundlegende beschreiben und weitere Details interessierten die Leserinnen und Leser meist nicht. Als jüngstes Fachbuch hat der Vater von drei inzwischen erwachsenen Töchtern „Gemeinsam Gott begegnen. Kinder geistlich begleiten – das Praxisbuch für Schule, Gemeinde und Familie“ verfasst.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 22. März 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 23. März 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / rtm / Foto: Kösel-Verlag / 22.03.2012



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