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Stellten die Ringvorlesungen der Presse vor (v.l.): Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie, Rektor Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer, Barbara Montag (Diakonie RWL) und Superintendent Joachim Deterding, stellv. Sprecher der Ruhrsuperintendenten-Konferenz. Stellten die Ringvorlesungen der Presse vor (v.l.): Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie, Rektor Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer, Barbara Montag (Diakonie RWL) und Superintendent Joachim Deterding, stellv. Sprecher der Ruhrsuperintendenten-Konferenz.

Diakonie

Sozial engagiert im Ruhrpott

Unter dem Titel „Sozial präsent im Ruhrgebiet – Kirchengemeinden gestalten Diakonie“ steht das Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse nun in einer Ringvorlesung an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EFH RWL) vorgestellt werden.

Im Ruhrgebiet lässt sich der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft exemplarisch beobachten. Die Auswirkungen vielfältiger gesellschaftlicher Veränderungen wie Differenzierung und Mobilisierung werden im Ruhrgebiet frühzeitig spürbar und sichtbar. Das Ruhrgebiet ist eine Region, in der soziale Konflikte früher und massiver als anderswo deutlich werden. Die evangelischen Kirchengemeinden sind mit diesen Veränderungsprozessen vertraut, nicht zuletzt durch eigene Erfahrung, und gestalten sie vor dem Horizont ihres eigenen Auftrags mit. Das Forschungsprojekt, das die EFH Ruhrsuperintendenten-Konferenz und der Diakonie RWL verantworten, sollen Kirchengemeinden mit ihrem diakonischen Engagement sichtbar werden.

Damit wird das Forschungsinteresse an der Gemeindediakonie im Ruhrgebiet als einer besonderen, die landeskirchlichen Grenzen überschreitenden Region, bedient. Zugleich wird dieses Projekt auch vor dem Hintergrund einer breiten öffentlichen Debatte über Zeitgemäßheit, Finanzierung und Arbeitsbeziehungen von Diakonie und Kirche umgesetzt.

Handeln angesichts sozialer Erosion

Zu Beginn der Reihe - sie startet am 19. März - erläutern Professoren der EFH die Forschungsergebnisse. Zu den weiteren Referenten gehört Klaus Eberl, Oberkirchenrat und Bildungschef der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er spricht am 14. Mai, 12.15 Uhr, darüber: "Auf dem Weg zur Inklusion". Bei der Abschlussveranstaltung am 2. Juli, 15.30 Uhr, ist Prof. Dr. Uwe Becker, Vorstand der Diakonie RWL, auf dem Podium. Das Thema: "Sozialraumorientierung in Zeiten sozialer Erosion". Vorgestellt werden in der Ringvorlesung verschiedene Modelle und Erfahrungen mit diakonischem lokalem Engagement, u.a. "Community Organizing".

Die Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum ist die größte evangelische Hochschule in Deutschland, u.a. getragen von der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Ruhrsuperintendenten-Konferenz gehören 16 Kirchenkreise im Ruhrgebiet an. Die Konferenz befasst sich mit Fragen des Strukturwandels im Ruhrgebiet und fördert den Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Weitere Reihe dreht sich um Flüchtlinge an EU-Außengrenzen

Die Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen an der Peripherie Europas, die Toten an den Außengrenzen der Europäischen Union (EU), die auf Abschreckung und Abwehr zielende Asylverfahrenspraxis und ihre Folgen in Deutschland - es gibt viele Gründe zur Auseinandersetzung mit der Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik und der EU.

Die EFH beleuchtet in einer Vortragsreihe dieses Themenfeld wissenschaftlich fachübergreifend. Die zentrale These der Reihe, so die EFH mit: Europa tut nicht zu wenig beim Schutz für Flüchtlinge, es ist vielmehr mit dem Schutz seiner Interessen vor Flüchtlingen befasst. Die wirtschaftlichen und politischen Interessen der EU produzierten menschliches Elend.

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ekir.de / efh, neu / 12.03.2014



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