EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

S. Hofschlaeger / pixelio.de Damit Natur und Umwelt im Gleichgewicht bleiben, bedarf es eines wirksamen Schutzes

Runder Tisch Klima

Des Vorbildcharakters bewusst sein

Die Landessynode wird im Januar über eine Klimaschutzkonzeption für die Evangelische Kirche im Rheinland beraten. Auf dem Weg dorthin hatten die Projektstelle Umwelt, Klima, Energie und die Evangelische Akademie im Rheinland zum ersten „Runden Tisch Klima“ geladen.

Rund 40 im Klimaschutz Engagierte aus Kirchenkreisen und Einrichtungen sprachen in Bonn über ihre Erwartungen an eine Klimaschutzkonzeption und diskutierten darüber, welche konkreten Maßnahmen darin aufgenommen werden sollen und mit welchen Strategien dies wirksam umgesetzt werden kann. Richard Brand, Referent für Umwelt, Klima und Energie im Landeskirchenamt, konnte am Ende der Tagung einen dicken Stoß an Vorschlägen, Anregungen und Hinweisen mit in sein Büro nach Düsseldorf nehmen.

Wunsch nach mehr Schulung und Info-Material

So fehle es in manchen Gemeinden und Kindergärten beispielsweise am nötigen Wissen, um den Energieverbrauch auch mit einfachen Mitteln an Gebäuden zu senken. Von der landeskirchlichen Ebene wünschten sich die gemeindlichen Klimaexpertinnen und -experten daher mehr Schulung und Informationsmaterialien. Die Landeskirche sollte deshalb stärker als Dienstleisterin auftreten und die Kompetenzen auf der Gemeindeebene stärken.

Bedarf meldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Runden Tisches Klima“ auch bei grundsätzlichen theologischen Informationen zum klimagerechten Handeln der Kirche an. Kirchengemeinden sollten sich ihrerseits ihres Vorbildcharakters bewusst sein und mit dem Thema Klimaschutz etwa in ihren Kommunen präsent sein. Nachhaltig könne ein klimagerechtes Verhalten auch in Schule, Kindergarten und Konfi-Arbeit thematisiert werden. Dafür geeignete Lehrmaterialien seien zu sichten und für den eigenen Bedarf weiter zu entwickeln.

Anreize das Auto stehen zu lassen

Auch über die Vorzüge einer gemeindeübergreifenden ökofairen Beschaffung, etwa von Büromaterialien für Verwaltungsämter oder Lebensmitteln für Kita-Kantinen, wurde diskutiert. Ein nutzerfreundliches Angebot zur Beschaffung auf zentraler Basis habe viele Vorteile, müsse jedoch wegen der unterschiedlichen gemeindlichen Voraussetzungen immer auch die konkrete Situation vor Ort berücksichtigen.

Aspekte der klimafreundlichen Mobilität gehören ebenfalls in eine Klimaschutzkonzeption. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches spielten das Thema am Beispiel fehlender Parkplätze bei einem Verwaltungsgebäude durch. Wenn ein Kirchenkreis oder ein Presbyterium als Arbeitgeber beispielsweise einen Zuschuss zur Monatskarte oder einem Elektrofahrrad leiste und so Anreize schaffe, das Auto stehen zu lassen, entschärfe das nicht nur die Parkraumsuche, sondern trage auch zur CO2-Einsparung bei.

Die Anregungen der Klimaschutz-Expertinnen und -Experten aus den Kirchenkreisen, Gemeinden und Einrichtungen werden für die Klimaschutzkonzeption der rheinischen Kirche nun ausgewertet. Damit ist das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) beauftragt. Zurzeit sammelt die zur Hochschule Trier gehörige Einrichtung mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld Daten aus der Evangelischen Kirche im Rheinland, die als Basis für die Erstellung einer Energie- und CO2-Bilanz dienen, und entwickelt Vorschläge zu konkreten Klimaschutz-Maßnahmen. Ein weiterer „Runder Tisch Klima“ findet für den Norden der rheinischen Kirche am 30. Mai in Duisburg statt.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / wb / Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de / 06.05.2015



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.