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Gut in Bewegung: Frühförderzentrum in Pskow. Gut in Bewegung: Frühförderzentrum in Pskow.

Russische Notizen 4

Wunder von Pskow: Was sich nicht ändern soll

Aus der russischen Partnerstadt der Evangelischen Kirche im Rheinland Pskow schreibt Oberkirchenrat Klaus Eberl, Ehrenbürger Pskows und Vorsitzender der Initiative Pskow in der rheinischen Kirche.

Nach Kriegsdenken und Rückblicken auf die Anfänge der Partnerschaftsarbeit in Pskow kommt die Gegenwart in den Blick. Wir besuchen das Waisenhaus, das Hospiz und die Frühförderstelle Limpopo. Die "Initiative Pskow In der Evangelischen Kirche im Rheinland" ist das Dach für viele Projekte, die in den vergangenen 25 Jahren in deutsch-russischer Zusammenarbeit entstanden sind, gefördert z.B. durch Freundeskreise in Wuppertal, Lennep, Koblenz oder an der Rurtalschule Heinsberg-Oberbruch.

Es folgt ein Empfang durch den Gouverneur des Oblast. Auch die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland kommt zu Besuch, um unsere besondere Partnerschaft zu würdigen.

Beim Gespräch am Runden Tisch in der Universität kommen grundsätzliche Aspekte der Entwicklung sozialer Arbeit in den Blick. Ich betone drei Aspekte, die in Zukunft der Weiterentwicklung bedürfen:
- der Weg von der Mildtätigkeit gegenüber bedürftigen Menschen hin zur Wahrnehmung sozialer Rechte. Die Menschenrechtsorientierung der Behindertenrechtskonvention der UN ist ein gutes Beispiel dafür.
- die Stärkung der Zivilgesellschaft. Bürgerschaftliche Organisationen müssen in Zukunft gewichtige Träger sozialer Dienstleitungen in Russland sein. Hintergrund sollte das Subsidiaritätsprinzip sein.
- angesichts der schwierigen politischen Großwetterlage sind sie zivilgesellschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Russland zu stärken. Davon kann letztlich auch die Politik profitieren.

Am Abend wird gefeiert. Langjährige Partner bekommen einen kleinen "Pskower Engel" in Silber geschenkt, der von der Werkstatt für behinderte Menschen der Kreuznacher Diakonie hergestellt wurde. Geschichten werden erzählt. Manche Reden und Trinksprüche berühren die Herzen. Dann und wann fließen auch ein paar Tränen. Das Vertrauen und der Wagemut der deutschen und russischen Freunde war stets groß genug, um weiter am "Wunder von Pskow" zu arbeiten. Das soll sich nicht ändern.

 

 

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23.06.2016



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