Präses Manfred Rekowski und Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Präses Manfred Rekowski und Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Saarland

Ministerpräsidentin dankt den Kirchen

"Zwischen Landesregierung und der evangelischen Kirche hat sich eine Kultur der Zusammenarbeit entwickelt, in der auch Platz ist für offene und kritische Worte und die sich gerade in den letzten Jahren bei der Lösung von Problemen bewährt hat.“

Das sagte Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer beim Spitzengespräch der saarländischen Landesregierung u.a. mit der Spitze der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).  Diese Zusammenarbeit sei besonders intensiv im Bereich der sozialen Dienste, in denen die Kirchen ein besonderes Betätigungsfeld ihres christlichen Weltauftrags und ihrer Sorge um den ganzen Menschen sehen.

In diesem Zusammenhang dankt die Ministerpräsidentin den evangelischen Kirchen für ihre wichtige Rolle bei der Erarbeitung und Fortentwicklung des "Reichtums- und Armutsberichts“ im Saarland. Bei der bis 2014 geplanten Erstellung des Berichtes will die Landesregierung neue Wege gehen: Durch zwei moderierte Bürgerforen am 15. Juni sowie im Herbst dieses Jahres soll eine breite gesellschaftliche Beteiligung im Vorfeld der Sozialberichterstattung erreicht werden. Die evangelische Kirche ist dabei mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Synoden und aus der Gruppe der Wohlfahrtsverbände und Familienorganisationen vertreten. Dieses Vorgehen hat der saarländische Ministerrat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen.

Zum Wohle der Zukunft

"Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und den evangelischen Kirchen zeigt sich auch in zahlreichen anderen Feldern, von den Kindergärten bis hin zur Universität“, sagte die Ministerpräsidentin. "Gerade der Bildungsbereich ist ein Beispiel dafür, wie Kirche und Staat erfolgreich zum Wohle der Zukunft unserer Kinder arbeiten können.“

Die Zusammenarbeit bewertet auch der rheinische Präses Manfred Rekowski positiv. Er lobt das Saarland für eine "vorbildliche Regelung“ beim Thema Sonntagsschutz mit vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr. Rekowski: "Dass sich die Koalition dafür einsetzt, die zunehmende Aushöhlung der Sonn- und Feiertagsruhe insbesondere aufgrund wirtschaftlicher Zwänge einzudämmen, begrüßen wir. Dies gilt auch für die eher restriktive Handhabung in Bezug auf die Ladenschlusszeiten. Dies ist auch im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gemeinsame Zeit in den Familien und im Freundeskreis füreinander zu haben, bleibt ein wichtiges Anliegen unserer Gesellschaft.“

"Jeder Mensch ist begabt"

Ein Herzensanliegen ist für den neuen Präses eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Er begrüßt das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für Langzeitarbeitslose namens ASaar: "Diese Menschen darf man nicht abschreiben", mahnt Rekowski. "Denn Arbeit ist mehr als Broterwerb. Jeder Mensch ist begabt, auch wenn seine Fähigkeiten noch nicht für den ersten Arbeitsmarkt ausreichen. In Fragen von Bildung und Arbeit entscheidet sich der Grad der Teilhabe und der Integration in einer sozialen Gesellschaft."

Ein Anliegen der evangelischen Kirche ist es außerdem, die besondere Bedeutung der Reformation zum Jubiläum gebührend zu würdigen. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad: "Die Reformation hat epochale Veränderungen in kultureller und politischer Hinsicht hervorgebracht, zum Beispiel im Bereich der Bildung oder Fragen der Toleranz. Wir sind der saarländischen Landesregierung dankbar, dass sie sich positiv gegenüber dem Vorschlag eines einmaligen Feiertags am 31. Oktober 2017 geäußert hat. Wir freuen uns, dass wir auch im Saarland durch gemeinsame Veranstaltungen dieses wichtige Ereignis würdigen, nicht nur als historisches Datum, sondern als ein für die Gegenwart bedeutsames Geschehen.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 5. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 5. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / staatskanzlei.saarland.de / neu / 05.06.2013



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