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Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Getragen von der Hoffnung, Gehör zu finden

Zwei Tage wanderte Alfred Lenz aus dem pfälzischen Zweibrücken mit, Christoph Fuhrbach aus Speyer ist neun Tage dabei: Die beiden nehmen am Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit teil, der den Weltklimagipfel in Paris zum Ziel hat. 

Ihre Pilgerroute startete in Ludwigshafen und führt durch die Pfalz, das Saarland und Lothringen in die französische Hauptstadt. „Ich erlebe das Klimapilgern als sehr kommunikativ und intensiv“, berichtete Lenz bei der Station in Saarbrücken. Der Mann wirkt ehrenamtlich im Katholikenrat und im Diözesanpastoralrat des Bistums Speyer mit.

„Wir sind getragen von der Hoffnung, dass wir ein Zeichen setzen, das Gehör findet“, begründet er seine Teilnahme am Klimapilgern, der Aktion von evangelischen und katholischen Kirchen, christlichen Entwicklungsdiensten und anderen Nichtregierungsorganisationen.

Christoph Fuhrbach, Referent für weltkirchliche Aufgaben beim Bistum Speyer, koordiniert den Pilgerweg von Ludwigshafen nach Paris und wandert selbst bis Metz mit. Die Klimapilgerinnen und Klimapilger zeigten, dass ihnen Klimagerechtigkeit und Klimaschutz so wichtig seien, dass sie sich Zeit für die Aktion nehmen und öffentlich auf ihr Anliegen aufmerksam machen, sagt Fuhrbach. Rund dreißig Menschen pilgerten im Durchschnitt eine oder mehrere Etappen mit, sonntags seien es sogar doppelt so viele.

Infos über umstrittenes Fracking

In Saarbrücken informierten sich die Klimapilgerinnen und Klimapilger über die umstrittene Fracking-Technologie zur Gewinnung von Schiefer- und Kohleflözgas. Antoine Simon von der Organisation „Friends of the Earth Europe“ in Brüssel erläuterte in einem Vortrag die Umweltrisiken dieser Fördermethode, die auch nur wenige Kilometer hinter der deutsch-französischen Grenze in Ostfrankreich erprobt wird.

Eingeladen zu der Veranstaltung hatten das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarlande e.V. (NES), der BUND Saar, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Bistümer Trier und Speyer sowie der Gemeindedienst für Mission und Ökumene Saar-Nahe-Mosel der Evangelischen Kirche im Rheinland. 

"Geht doch!“ Mit dem Motto des Klimapilgerwegs auf der Fahne, festgebunden an einem Stab, zogen die Beteiligten weiter. Letztes Tagesziel in Deutschland war das Schengen-Lyzeum in Perl und die Übergabe des Pilgerstabes an das Bistum Metz. Ziel nach rund 1.500 Kilometern ist am 28. November die UN-Klimakonferenz in Paris.

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ekir.de / uks / 13.11.2015



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