Mission (5)

Tätige Liebe erfahrbar machen

Warum auch diakonische Arbeit missionarische Arbeit ist, erläutert die Diakoniepfarrerin des Kirchenkreises Wied, Renate Schäning (49).

Renate Schäning ist Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Wied. LupeRenate Schäning ist Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Wied.

Was bedeutet der Begriff Mission für Sie?

Für mich bedeutet Mission, dass das Evangelium im gegebenem Umfeld konkret wird. Zur Geschichte der Diakonie gehört die Innere Mission, eine Bewegung rund um Johann Hinrich Wichern, der sich dem sozialen Elend seiner Zeit mit der tätigen Liebe des Evangeliums gestellt hat. Diese tätige Liebe an dem Ort, an dem ich lebe und arbeite, Menschen erfahrbar zu machen, ist für mich Mission.

Wie lässt sich Mission in ihrem Arbeitsfeld umsetzen?

Diakonische Arbeit ist missionarische Arbeit, weil sie das Evangelium in die Tat umzusetzen versucht und Menschen in Lebenskrisen beisteht, sie bei Krankheit und Alter unterstützt und Menschen neue Wege eröffnet. Damit knüpft sie an das Vorbild Jesu Christi an und will überall dort, wo Menschen Hilfe und Unterstützung suchen, die befreiende Liebe Gottes konkret werden lassen. Ein besonderes Anliegen ist es mir, Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder vor Ort zu schaffen, damit benachteiligte Kinder genügend Ressourcen entwickeln können, um in dieser vielfältigen Welt ihren Platz zu finden. Ganz wichtig ist mir unsere zugehende Beratung in Kindertagesstätten und Schulen. Dort finden Kinder und Eltern ein niederschwelliges Angebot bei allen sozialen Fragen.

Wie lautet ihre Zukunftsidee für Mission?

Meine Zukunftsidee ist, dass evangelische Gemeinden und alle Einrichtungen der evangelischen Kirche sich aktiv an gesellschaftlichen Prozessen beteiligen, damit die Situation der Menschen vor Ort gute Voraussetzungen für deren Leben bietet. Sei es, dass Nachbarschaftsfeste unterstützt werden, die das Klima im Stadtteil verbessern, dass Häuser der Kirche für Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement offen sind oder dass gelebte Nachbarschaft im ländlichen Raum ein wichtiger Baustein der Gemeindearbeit ist.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 3. September 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 4. September 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / 03.09.2012



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