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Junge jüdische und arabische Insraelis lernen sich bei Gemeinschaftsprojekten von Givat Haviva kennen. Das zeigt die Ausstellung „Schau mich an“. Foto: Givat Haviva Junge jüdische und arabische Israelis lernen sich bei Gemeinschaftsprojekten von Givat Haviva kennen. Das zeigt die Ausstellung „Schau mich an“. Foto: Givat Haviva

Ausstellung "Schau mich an"

Versöhnung im Blick

Das schwierige Verhältnis zwischen Jüdinnen und Juden und Araberinnen und Arabern in Israel zeigt die Ausstellung „Schau mich an“, die im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Kreuznach zu sehen ist. Sie wird am Freitag, 1. April, um 18 Uhr eröffnet.

Die Weiterbildungsinstitution Givat Haviva in Israel schafft es, in ihrem Zentrum für Frieden und Versöhnung Jahr für Jahr tausende von jungen arabischen und jüdischen Israelis zu gemeinsamen Aktivitäten und Diskussionen zusammenzubringen. Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt. Erziehung muss auf ein Demokratieverständnis sowie auf Toleranz und Verständnis füreinander abzielen. Deshalb beginnt die Arbeit von Givat Haviva mit der Begegnung von jüdischen und arabischen Jugendlichen und gibt diesen – oft zum ersten Mal – die Gelegenheit zum Gespräch.

Die arabische macht zwar 20 Prozent der israelischen Bevölkerung aus, lebt aber völlig getrennt von der jüdischen Mehrheitsgesellschaft. Bei den Begegnungen erzählen sich die beiden israelischen Bevölkerungsgruppen gegenseitig die unterschiedliche Sicht auf historische Ereignisse. Auf der Basis dieser Narrative lernen junge Menschen, mit ihren Nachbarinnen und Nachbarn zu leben und Konflikte friedlich zu lösen. Betrieben wird die Organisation in Israel von der Kultur- und Bildungseinrichtung der Kibbuz-Bewegung. Für seine Arbeit erhielt Givat Haviva 2001 den UNESCO-Friedenspreis.

Der Europasekretär von Givat Haviva, Torsten Reibold, wird zur Ausstellungseröffnung über Integration und Demokratieförderung sprechen und dabei die Arbeit der Einrichtung und die Kooperation mit Rheinland-Pfalz vorstellen. Der nationale und internationale Ruf von Givat Haviva gründet vor allem in der Arbeit zur jüdisch-arabischen Aussöhnung und der Schaffung einer gerechten und aktiven demokratischen Bürgergesellschaft in Israel. Die Ausstellung „Schau mich an“ wurde vom Freundeskreis Givat Haviva Deutschland konzipiert und finanziert.

Die Ausstellung im Foyer des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses, Kurhausstraße 6, ist bis 15. April zu sehen, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr und Freitag 9 bis 12 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Anmeldung beim evangelischen Schulreferat, Telefon: 0671-251-154 oder schulreferat.badkreuznach@ekir.de 

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ekir.de / mu / 01.04.2016



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