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Schule Die Sommerferien in NRW gehen zuende, Schule beginnt wieder.

Schulstiftung

„Eigentlicher Gewinn ist die Inklusion“

Zum neuen Schuljahr in NRW macht die Evangelische Kirche im Rheinland aus zwei ihrer Schulen Gesamtschulen. Ein Interview mit Kirchenrat Otmar Scholl, Leitender Dezernent für die Landeskirchlichen Schulen, über die neuen Schulen und die Schulstiftung. 

Premiere in der Evangelischen Kirche im Rheinland: Sie wandelt zwei ihrer zehn Schulen in Gesamtschulen um. Jetzt zum Schulbeginn werden in Burscheid und Hilden Gesamtschulen starten. Was ist der Gewinn?

Einmal erweitert und ergänzt die Evangelische Kirche im Rheinland ihr Portfolio um eine attraktive Schulform. Gesamtschulen und Sekundarschulen sind - nach dem Schulfrieden in NRW - langfristig die Schulformen, die zusammen mit den Gymnasien zukunftsfähig sind.

Ein weiterer Aspekt: Die EKiR ist bisher Trägerin von zwei Realschulen, die aufgrund der Schulstrukturentwicklung nur noch bedingt weiter betrieben werden können. Der Schulform Realschule - bei Eltern, Schülern und Schülerinnen sehr gefragt - wird es künftig an Lehrerinnen und Lehrern fehlen, da die beruflichen Voraussetzungen – etwa bezüglich Wochenstunden und Klassengrößen - an den "neuen" Schulformen deutlich besser sind. "Neu" betrifft übrigens nur die Sekundarschulen. Gesamtschulen gibt es in NRW seit mehr als 40 Jahren.

Dann decken wir durch die Errichtung der beiden Gesamtschulen die immer stärker werdende Nachfrage nach Schulen, die als Ganztagsschulen geführt werden. Vor allem in Hilden ist das ein wichtiger Gesichtspunkt, da das Ganztagsangebot der Gesamtschule die Tradition des dortigen Tagesinternats aufgreift und fortführt. In Burscheid haben wir die Aufgaben geteilt: Die Stadt betreibt die Schulgebäude, wir die Schule. Beide Partner haben etwas davon: Burscheid bekommt eine Schule, die zum ersten Mal das Abitur in der Stadt ermöglicht. Und wir erzielen Einsparungen im Bereich der Gebäudeunterhaltung.

Sie etablieren in Burscheid und Hilden zum ersten Mal inklusive Bildungsstrukturen. Auch mithilfe der Schulstiftung?

Dass wir an beiden Standorten Inklusion etablieren und entwickeln, ist aus meiner persönlichen Sicht der "eigentliche" Gewinn. Die Schulstiftung wird beide Schulen vor allem in ihrer inklusiven Arbeit unterstützen. Natürlich hängt das Gelingen von Inklusion nicht allein von der Schulstiftung ab. Aber es erleichtert diese Arbeit sehr. Inklusiv Arbeiten ist in erster Linie eine Sache des Herzens, nicht des Geldes.

Welches sind die schönsten Projekte, die die Schulstiftung fördert?

Die Stiftung hat bisher überwiegend Bauprojekte gefördert. So konnten an einigen Schulen Möglichkeiten der Übermittagsbetreuung erst durch die Stiftung geschaffen werden. Aber auch auf dem Feld der Schulseelsorge, der Förderung lese- und rechtschreibschwacher Kinder oder der Förderung musikalisch begabter Schülerinnen und Schüler engagiert sich die Stiftung. Schließlich trägt sie die Lehrerfortbildung an unseren kirchlichen Schulen.

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ekir.de / neu / 15.08.2014



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