Rheinische Ökumene-Chefin und VEM-Vizemoderatorin gratuliert

Segenswünsche für den Nachfolger von Bischof Kameeta in Namibia

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Pressemitteilung Nr. 127/2013

Im Namen der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) wünscht Oberkirchenrätin Barbara Rudolph dem neu gewählten Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia, Ernst //Gamxamûb, Gottes Segen. //Gamxamûb ist bislang Pfarrer in Windhoek und war schon einmal stellvertretender Bischof seiner Kirche. Zudem arbeitete er sechs Jahre lang als ökumenischer Mitarbeiter in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die VEM-Vizemoderatorin und rheinische Ökumene-Chefin verbindet mit der Gratulation zur Wahl den Wunsch, die intensive Partnerschaft fortzusetzen. Rudolph, die an der Synode in Tsumeb in Namibia von Sonntag bis Mittwoch teilnahm und die Bischofswahl durch die Synode live miterlebte, erklärt: „Die lebendigen Partnerschaften in den Kirchenkreisen sind voller Erwartung.“

Die Synode hat damit einen Nachfolger für Bischof Dr. Zephania Kameeta gewählt, der die Kirche elf Jahre lang geleitet hat und sich in dieser Zeit u.a. auch als VEM-Moderator engagierte. Barbara Rudolph: „Seine prophetische Stimme, die sich für die Befreiung Namibias eingesetzt und sich immer wieder für Gerechtigkeit und gegen die Armut erhoben hat, ist in Namibia, aber auch in Deutschland und weltweit bekannt.“ Sie dankt Kameeta für die langjährige Partnerschaft. „Es gab eine Zeit, in der die rheinische Synode sich schwer tat, sich in der Auseinandersetzung mit der Apartheid klar auf die Seite der namibischen Kirche zu stellen. Aber die geschwisterliche Liebe Zephania Kameetas zur Partnerkirche hat unsere Kirche erreicht. Gottes Liebe verändert Denken, Herzen und Handeln.“

Die rheinische Kirche hat im Jahr 2004 gemeinsam mit der VEM die Verantwortung für das Versagen während des Völkermordes im Jahr 1904 angenommen. Heute, 22 Jahre nach dem Ende der Apartheid, gibt es, wie aus dem der Synode vorgelegten Bischofsbericht deutlich wird, in vielen Gemeinden eine hohe Arbeitslosigkeit und große Armut, daraus folgend Alkoholismus, HIV/Aids, Jugendschwangerschaften und häusliche Gewalt. Die Kirche setzt sich sowohl politisch als auch diakonisch für die Armen in den Gemeinden ein.

Die Synode hatte als thematischen Schwerpunkt „Klimagerechtigkeit“. Der Tagungsort Tsumeb befindet sich im Norden Namibias, der zurzeit unter einer katastrophalen Dürre leidet. Die Evangelische Kirche im Rheinland hatte vor einigen Tagen u.a. zusammen mit der VEM Katastrophenhilfe in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Diese Hilfe hat die Synode jetzt in Tsumeb mit großer Dankbarkeit wahrgenommen.

Die Evangelische Lutherische Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) entstand 1842 aus der Arbeit der Rheinischen Mission. Sie ist seit 1957 selbstständig. 78 Pastorinnen und Pastoren und 366 hauptamtliche Mitarbeitende sind für rund 400.000 Mitglieder in 60 Gemeinden da.

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 29. August 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 29. August 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Tsumeb (Namibia)/Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 29.08.2013