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Screenshot von der Facebookseite für die Socialbar in Düsseldorf. socialbar.de Screenshot von der Facebookseite für die Socialbar in Düsseldorf. socialbar.de

Düsseldorf

Christuskirche heißt Weltverbesserer willkommen

Durch innovative Ideen flexibler und nachhaltiger werden: Die Christus-Kirchengemeinde in Düsseldorf ist am Dienstagabend, 19 Uhr, Gastgeberin einer "Socialbar". Das Veranstaltungsformat bringt Web-Aktivisten, Ehrenamtliche, Politiker und Unternehmen zusammen.

 "Sharing Economy - Teilen ist das neue Haben" lautet der Titel der Socialbar in der Christuskirche im Stadtteil Oberbilk. Gute Ideen gedeihen bislang immer schon im "Gewächshaus", einem Coworking-Space ebenfalls in Oberbilk. Doch da wurde es zu eng. Und weil die Kirchengemeinde auch ein guter Ort für Weltverbesserer ist, kommt die neue Ausgabe der Socialbar in Düsseldorf nun in die Kirche. Ein ekir.de-Interview mit Gemeindepfarrer Lars Schütt.

Sollen durch die Socialbar in der Christuskirche neue Netzwerke entstehen, um Menschen in- und außerhalb der Gemeinde zusammenbringen?

Meine Erfahrung seit zweieinhalb Jahren in Düsseldorf-Oberbilk ist, dass sich ein Netzwerk ganz von alleine bildet, wenn etwas entsteht, das Dynamik hat. Eine Veranstaltung, die bei uns zu Gast ist, hat zunächst einmal ihren Wert ganz in sich selbst. Danach zeigt sich, ob es weitere Inspiration gibt.

Was hat das Thema "Teilen ist das neue Haben" mit Religion zu tun?

Für Juden und Christen ist das Teilen ja von je her ein zentrales Element ihrer Gemeinschaft (Seder-/Abendmahl). Ich denke auch an die Haltung, dass ich etwas verliere, je mehr ich versuche es zu behalten, wie im Gleichnis vom undankbaren Knecht (Mt 18,21ff). Für mich persönlich ist es auch ein Lebensthema, mich mehr und mehr unabhängig von materiellen Gütern zu machen und frei zu werden von dem trügerischen Gefühl der Sicherheit durch Eigentum. Insofern bin ich gespannt, welche konkreten Anregungen mir diese Socialbar für meinen Alltag geben kann.

Gibt es Berührungspunkte zur Gemeindearbeit an der Christuskirche?

Auch unsere Gemeinde, die im Januar 2017 mit zwei Gemeinden fusioniert, verträgt innovative Ideen, die eine Organisation flexibler und gleichzeitig nachhaltiger machen. 

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ekir.de / Kathrin Reinert / 19.10.2015



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