Dorothee Sölle (1929-2003)

Auch heute voller Kraft und Aktualität

Am 27. April 2003 ist Dorothee Sölle gestorben, also vor genau zehn Jahren. Ein ekir.de-Interview über Sölle mit Irene Diller, Theologin in der Gender- und Gleichstellungsstelle der rheinischen Kirche.

Dorothee Sölle (1929-2003), Foto: kirche-koeln.de / Ralf Boedler Dorothee Sölle (1929-2003), Foto: kirche-koeln.de / Ralf Boedler

Wie lautet Ihr Kurzporträt von Dorothee Sölle, wie charakterisieren Sie sie für die Nachgeborenen?

Dorothee Sölle war Theologin, Pazifistin und Feministin. Geboren 1929 in Köln, gestorben vor zehn Jahren mit 73. Sie war eine der wichtigsten protestantischen Stimmen des 20. Jahrhunderts.

Warum hat Dorothee Sölle polarisiert?

Es stimmt, sie hat bei den einen als unbequeme Denkerin Anerkennung gefunden, ist aber bei den anderen auf erbitterte Ablehnung gestoßen, was sicher mit ihrer Radikalität zu tun hatte. Die Ablehnung zeigt sich auch in ihrem beruflichen Werdegang: Um einen Lehrstuhl bewarb sie sich in Deutschland vergebens, beruflichen Erfolg hatte sie erst in den USA.

Irene Diller Irene Diller

Was bleibt von Dorothee Sölles Werk und Wirken – auch zehn Jahre über ihren Tod hinaus?

Ich finde, ihre Worte und Gedanken haben nichts von ihrer Kraft und Aktualität eingebüßt. Sie war vor allem für zwei Bereiche eine wichtige Akteurin: für die Friedens- und für die Frauenbewegung. Sie hat sich unbedingt für Frieden, für die Opfer von Gewalt und für Gerechtigkeit eingesetzt. Was uns sicher bleibt sind ihre poetischen und politischen Texte. Sie hat die sogenannten Politischen Nachtgebete mit dem Viererschritt Information, Meditation, Diskussion und Aktion wesentlich mitgeprägt, auch sie leben fort.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 26. April 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 26. April 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 26.04.2013



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