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Unter dem Motto 'Ich bin vergnügt, erlöst, befreit' feiert die rheinische Kirche das Reformationsjubiläum: Projektleiter Martin Engels (l.) und Präses Manfred Rekowski. Unter dem Motto "Ich bin vergnügt, erlöst, befreit" feiert die rheinische Kirche das Reformationsjubiläum: Projektleiter Martin Engels (l.) und Präses Manfred Rekowski.

Sommerpressegespräch

"Richtig gutes Vorzeichen"

"Ich bin vergnügt, erlöst, befreit" - dieses Motto zum Reformationsjubiläum 2017 ist ein "richtig gutes Vorzeichen, wie wir das Jubiläum im Rheinland feiern wollen". Das hat Präses Manfred Rekowski im Sommerpressegespräch erklärt. 

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) stelle damit den Glauben in den Mittelpunkt, so der Präses. Das Motto mache verständlich, was "für uns prägend ist" - Gelassenheit, geprägt "von großem Gottvertrauen". Das Motto stammt aus einem Psalm von Hanns Dieter Hüsch (1925 – 2005).

Im Blick auf die Unterzeile "Reformation. Im Rheinland. Seit 1517" unterstrich Rekowski, dass es kirchengeschichtlich 1517 im Rheinland noch keine Reformation gegeben hatte - aber seither sei "eine Bewegung in Gang gekommen, die sich bis heute fortsetzt". Die rheinische Kirche werde das Reformationsjubiläum in gutem ökumenischem Kontakt feiern, plane u.a. gemeinsame Christusfeste.

Die verschiedenen Vorhaben "leben nicht von der Abgrenzung, sondern auch vom Zugehen auf Partner", betonte auch Projektleiter Pfarrer Martin Engels. Neben vielen Aktionen, die in den Gemeinden und Kirchenkreisen der rheinischen Kirche geplant werden, stehen auf landeskirchlicher Ebene drei Projekte für das Jahr 2017 im Mittelpunkt, erklärte Engels.

Ausstellung wandert nach Wittenberg

Stichwort Sommer der Reformation in Wittenberg:  Unter dem Titel „Tore der Freiheit“ findet vom 20. Mai bis zum 10. September 2017 die Weltausstellung Reformation in Wittenberg statt. Daran beteiligt sich die rheinische Kirche zusammen mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche mit einer inszenatorischen und interaktiven Wanderausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung unter dem Titel „Gelebte Reformation – Barmer Theologische Erklärung“.

Diese Wanderausstellung wird sich an die Dauerausstellung am authentischen Ort der Gemarker Kirche in Barmen anlehnen. Eintauchen in die Geschichte und den Bogen zur Gegenwart schlagen - dies beides werde die Ausstellung ermöglichen, so Engels. Ziel sei es, eine Beziehung zur gelebten Reformation heute zu gewinnen. 

Zweites landeskirchliches Projekt werden 95 Gottesdienste an besonderen Orten sein, berichtete Engels, auch Moderator des Reformierten Bundes. Er erinnerte daran, dass geistliches Leben einst Priestern und Ordensleuten vorbehalten war, erst durch die Reformation Eingang in den Alltag der Gemeindemitglieder erhielt. Deshalb sollen an 95 Alltagsorten Gottesdienste gefeiert werden. Voraussichtlich wird es beispielsweise in Wuppertal an der Nordbahntrasse einen solchen Gottesdienst an ungewöhnlichem Ort geben.

Wuppertal beim "Europäischen Stationenweg"

Noch einmal Stichwort Barmer Theologische Erklärung: Wuppertal wird Teil des "Europäischen Stationenwegs" werden. In der letzten Märzwoche 2017 wird der "Reformations-Truck" in Wuppertal Halt machen. Wuppertal als Ort der Barmer Theologischen Erklärung wird die einzige Station im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland auf dem „Europäischen Stationenweg“ sein. Insgesamt gibt es 67 Stationen in Europa.

Zu dem Stationenweg laden die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutsche Evangelische Kirchentag Kirchengemeinden und Kommunen für jeweils 36 Stunden dazu ein, regionale Zeugnisse und Traditionen der Reformation neu zu entdecken.

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ekir.de / Anna Neumann, Foto: Eric Lichtenscheidt / 17.06.2015



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