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Präses Manfred Rekowski besucht das Sozialkaufhaus in Sulzbach. Präses Manfred Rekowski besucht das Sozialkaufhaus in Sulzbach.

Sozialkaufhaus Sulzbach

„Beeindruckendes und sinnvolles Projekt"

Öffentlich geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose muss verstetigt werden. Das hat Präses Manfred Rekowski angemahnt. „Wir werden nicht alle in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln können“, sagte er beim Besuch des Sozialkaufhauses Sulzbach.

Die Zukunft des laut Rekowski „beeindruckenden und sinnvollen Projekts“ des Diakonischen Werks an der Saar ist nach Diakonieangaben unklar: Die insgesamt 1.600 Bürgerarbeiter im Saarland, deren Maßnahmen bis Ende des Jahres nach und nach auslaufen, haben keine Anschlussbeschäftigung in Aussicht. Es sei „fatal“, wenn man diese Menschen nach ein oder zwei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wieder fallen lasse, sagte Rekowski.

Die Gesellschaft dürfe ihnen nicht signalisieren, sie würden nicht gebraucht. Beschäftigung bedeute für sie eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls. Die Politik müsse sinn- und phantasievolle Vorschläge zur Fortsetzung von Maßnahmen machen. Er stellte kirchliche Unterstützung für dieses Vorhaben in Aussicht.

Im Sulzbacher Sozialkaufhaus in Trägerschaft des Diakonischen Werkes an der Saar sind noch bis Ende des Jahres 30 Bürgerarbeiter beschäftigt. Sie arbeiten gebrauchte Möbel, Kleidung und Hausrat für den Verkauf auf. 2013 kauften rund 24.000 Kunden Waren für 125.000 Euro im Sozialkaufhaus ein, berichtete Bärbel Heil-Trapp, Abteilungsleiterin Jugendberufshilfe des Diakonischen Werks an der Saar. Die Zahl der Bedürftigen in Sulzbach wachse, die Nachfrage nach günstigen Gebrauchtartikeln sei immens.

Antwort auf zunehmende Armut

Diakoniepfarrer Udo Blank betonte die Notwendigkeit des Sozialkaufhauses: Es sei eine Antwort auf zunehmende Armut, sorge für Beschäftigung der Langzeitarbeitslosen und verankere den Gedanken der Nachhaltigkeit. Das Auslaufen der Bürgerarbeit berge eine „große arbeitsmarktpolitische Dramatik“.

Wenn es keinen Ersatz für die Bürgerarbeit gebe, führe das zu massiven Einschnitten in vielen Einrichtungen. "Es bricht ein Stück soziale Infrastruktur weg", mahnte Blank. Allein in diakonischen und kirchlichen an der Saar sind 600 Bürgerarbeiter beschäftigt. 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 27. März 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 28. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / evks.de / uks, Foto Thomas Seeber / 27.03.2014



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