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Rheinland-Pfalz

Treffen von DBG-Gewerkschaften und evangelischen Kirchen

Mehr Solidarität und soziale Gerechtigkeit haben Gewerkschaften und evangelische Kirchen in Rheinland-Pfalz bei einem Spitzengespräch am Montag in Mainz gefordert. Ein Schwerpunkt des Treffens war die Situation von Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz.

„Wir setzen uns ein für mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen, Schwachen und Starken. Und ich freue mich, dass wir mit den Kirchen in diesem Ansinnen eine gute Partnerschaft pflegen“, sagte Dietmar Muscheid, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG) Rheinland-Pfalz/Saarland. Das Miteinander und das Füreinander müsse gestärkt werden. Dazu gehöre ein Steuermodell, bei dem die starken Schultern wieder mehr tragen, als die schwachen.

Für Kirchen und Gewerkschaften stehen nach Ansicht des Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland Christoph Pistorius die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt – „derer, die hier bei uns Schutz suchen aber auch derer, die schon lange hier leben und es schwer haben in unserer Gesellschaft“. Nächstenliebe und Solidarität ließen sich nicht gegeneinander ausspielen.

Kirchenpräsident Christian Schad von der Evangelischen Kirche der Pfalz erinnerte mit Blick auf den Wahlerfolg der AfD daran, dass sich Kirchen und Gewerkschaften zusammen mit weiteren Organisationen und Verbänden bereits vor der Wahl entschieden gegen Populismus und Rassismus gewandt hätten.

Nach einem fachlichen Impuls von Margit Gottstein, Staatssekretärin im Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, diskutierte die Runde im Besonderen die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen. Zur Willkommenskultur kämen jetzt verstärkt Fragen der Integration hinzu, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung wandte sich gegen eine Wohnsitzauflage für Geflüchtete. Von einheimischen Arbeitssuchenden werde Mobilität und die Bereitschaft zum Umzug im gefordert, um in die Erwerbsarbeit eintreten zu können. Dies könne bei Flüchtlingen nicht ins Gegenteil verkehrt werden.

Jung forderte auch eine einfachere Anerkennung von beruflichen Fähigkeiten. Oft hätten die Hilfesuchenden besondere Begabungen aber nicht die damit in Deutschland verbundenen Abschlüsse. Hier könnten auch die Gewerkschaften unterstützend wirken, um besondere Kompetenzen der Einzelnen herauszuarbeiten.

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ekr.de / rtm / 25.04.2016



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