Kirchenmusik

Musikalische Stafette durch die Kirchenkreise

Auftakt ist punktgenau am 1. Januar: Die kirchenmusikalische Stafette 2012 durch die 38 Kirchenkreise der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) startet mit dem Neujahrsgottesdienst in Solingen.

Von Solingen bis Leverkusen: Vizepräses Petra Bosse-Huber mit dem Gesamtprogramm der musikalischen Stafette. LupeVon Solingen bis Leverkusen: Vizepräses Petra Bosse-Huber mit dem Gesamtprogramm der musikalischen Stafette.

Die Stafette ist der rheinische Beitrag zum Themenjahr Kirchenmusik in der Reformationsdekade bis 2017. Sie wird sich mit der EKD-Stafette "366+1 Kirche klingt" kreuzen: Diese kommt am 4. März in Saarbrücken ins Rheinland und verlässt es wieder nach dem 17. März in Koblenz. Zwei Wochen lang verflechten sich die EKD- und die landeskirchliche Stafette, die im ganzen Jahr 2012 alle 38 Kirchenkreise der rheinischen Kirche durchläuft. Das Programm für die Stafette steht hier als Download bereit.

Für Vizepräses Petra Bosse-Huber, als Leiterin der Abteilung II des Landeskirchenamts u.a. für Kirchenmusik zuständig, geht es in der evangelischen Kirche heute gleichermaßen darum, die Tradition als reichen Glaubens- und Kulturschatz zu bewahren, wie auch darum, das musikalisch neu zu formulieren, was den Menschen heute im Glauben wichtig ist. Auch Jugendliche müssten ihre Lieblinslieder finden können, den "Soundtrack" ihres Lebens. Im Themenjahr 2012 sollten deshalb "Reformation und Musik" untersucht und gefeiert werden.

Die farbige Kirchenkreiskarte gibt den Überblick über die musikalische Stafette 2012. LupeDie farbige Kirchenkreiskarte gibt den Überblick über die musikalische Stafette 2012.

"Musik war der Herzschlag der Reformation", schreibt Präses Nikolaus Schneider im Grußwort des Gesamtprogramms für die rheinische Stafette. Martin Luther habe nicht nur die Bibel ins Deutsche übersetzt, sondern auch zentrale biblisch-theologische Erkenntnisse in Lieder. "Und seine Lieder sang die ganze Gemeinde."

Beim Beginn am Neujahrstag in der Lutherkirche Solingen im festlichen Eröffnungsgottesdienst steht das Lied „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ im Mittelpunkt. Von Januar bis Dezember gestalten die Kirchenkreise kirchenmusikalische Aktivitäten. Auf dem Programm stehen alte und neue Musik, Konzerte und Gottesdienste, Musik für Sängerinnen und Sänger, Gospel-, Jugend- und Kinderchöre sowie Posaunenchöre. Das Thema "S!NGEN" soll einen Hauptakzent tragen. Die Stafettenübergabe zwischen dem vorausgehenden und dem anschließenden Kirchenkreis soll Anlass zur Begegnung und musikalischen Partnerschaft zwischen den jeweiligen Gemeinden bzw. Kirchenkreisen sein.

Weitere Termine im Themenjahr Kirchenmusik

Am 11. Januar: „Nacht der Klänge“
Die rheinische Landessynode wird im Jahr der Kirchenmusik von Anfang bis Ende eine besonders singende und klingende Synode sein. Höhepunkt ist eine „Nacht der Klänge“ am 11. Januar ab 22.22 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Bad Neuenahr.

Am 29. Januar: „Akustische Epiphanie“
Der Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelischen Kirche im Rheinland hat für den Letzten Sonntag nach Epiphanias, den 29. Januar, Vorschläge für einen überall in der Landeskirche zu feiernden Sing-Gottesdienst erarbeitet: S!NGEN. Der Gottesdienst will erleben lassen, wie Gottes Gegenwart der Welt nicht nur „einen neuen Schein“, sondern auch „einen neuen Klang“ gibt. Das Heft mit den Vorschlägen für die Gottesdienstgestaltung wurde an alle Gemeinden versandt und kann auch als Download bezogen werden: www.ekir-gottesdienst.de.

Am 12. Februar: Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ in Düsseldorf
Das von der EKD wie von der Evangelischen Kirche im Rheinland geförderte Großprojekt findet im ISS-Dome in Düsseldorf statt. Veranstalterin ist die Creative Kirche Witten.

Am 20. April: Symposium „Komponieren als Dialog mit Gott“ in Köln
Das Symposium findet in Kooperation des Deutschlandfunks, der Musikhochschule Köln, des Erzbistums Köln und der Evangelischen Kirche im Rheinland statt.

Am 21. April: S!NGEN & mehr im Haus Gottesdienst und Kirchenmusik
Die gottesdienstlichen Arbeitsstellen und kirchenmusikalischen Verbände laden ins Theologische Zentrum Wuppertal ein. Vielseitige aktuelle Workshop-Angebote wollen den Mitarbeitenden von Gottesdienst und Kirchenmusik neue Ideen und Impulse geben.

Vom 1. bis zum 3. Juni: VI. Internationaler Gospelkirchentag in Dortmund
Der Gospelkirchentag in der Dortmunder Westfalenhalle wird gemeinsam von fünf Landeskirchen veranstaltet: Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck, Lippe, Rheinland und Westfalen.

Im Oktober: Improvisationswettbewerb für Orgel in Düsseldorf
Im Rahmen des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals (IDO) wird dieser Wettbewerb gemeinsam mit der Konferenz der Landeskirchenmusikdirektoren und den kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten in Deutschland durchgeführt. Er wendet sich an Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in den ersten Amtsjahren und ist der Improvisation im Gottesdienst gewidmet. Besonderes Ohrenmerk gilt stimmigen liturgischen Abläufen und zeitgemäßen Improvisationsformen zum Neuen Geistlichen Lied.

Vom 15. bis zum 21. Oktober: Pastoralkolleg
„Der Gottesdienst und wir selbst“ Gemeinsame Kollegwochen von rheinischen und westfälischen Pfarrerinnen und Pfarrer und Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker haben schon eine kleine Tradition. An Stätten der Reformation geht es um „Kollegialität, Qualität und Spiritualität“ in der gottesdienstlichen Arbeit, bei der Kantorinnen und Organisten, Predigerinnen und Liturgen zusammenwirken.

Werkbuch S!NGEN 2012
„S!NGEN – jede Stimme zählt“ lautet das Programm. Das Werkbuch enthält zahlreiche praxisbezogene Ideen zum Singen in den Kirchengemeinden, dazu fachliche und didaktische Hinweise für deren Umsetzung. Das Werkbuch wird Anfang 2012 an alle Kirchengemeinden verschickt – mit der Bitte, es denen zuzuleiten, die sich in den Gemeinden mit dem Singen beschäftigen oder künftig beschäftigen möchten.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 1. Dezember 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 16. Dezember 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu, roß, Foto Sergej Lepke / 01.12.2011



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