EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

500 Jahre Reformation in Wuppertal. "Reformationsstadt Europas" - diesen Zusatz verdankt Wuppertal der Barmer Theologischen Erklärung.

Reformationsjubiläum

500 Jahre Reformation in Wuppertal

Der Reformationstruck des „Europäischen Stationenwegs“ macht am 23. März Halt am Alten Markt in Wuppertal, um Reformationsgeschichten zu sammeln. Dazu gibt es ein vielfältiges Programm, unter anderem mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gelebte Reformation: Wer glaubt, übernimmt Verantwortung – auch heute“.

Vor 500 Jahren begann mit der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen die Reformation. Sie hat nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt verändert. Das will der „Europäische Statio­nenweg“, eine Aktion von Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD) und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, zeigen. Der Stationenweg verbindet Menschen in 68 Städten in Europa miteinander. Ein Reformationstruck fährt dabei einzelne Stationen an und sammelt vor Ort Reformationsgeschichten. Diese werden schließlich in die Lutherstadt Wittenberg gebracht, wo der „Europäische Stationenweg“ im Mai in die Weltausstellung Reformation mündet.

17 Meter langer Reformationstruck hält auf dem Alten Markt

Am 23. März 2017 hält der 17 Meter lange Truck auf dem Alten Markt in Barmen. Das Geschichtenmobil steht damit in Sichtweite zur Gemarker Kirche und der Ausstellung „Gelebte Reformation – die Barmer Theologische Erklärung von 1934“, die auch als Wanderausstellung in Wittenberg aufgebaut wird.  Der Barmer Erklärung, die in der Gemarker Kirche verabschiedet wurde, verdankt Wuppertal den Zusatz „Reformationsstadt Europas“.

Auf der ersten Deutschen Bekenntnissyno­de im Jahr 1934 wollten 139 Delegierte aus ganz Deutschland den christlichen Glauben und die Kirche vor einem totalitären Staat und seiner nationalsozialistischen Ideologie schützen. Erstmals seit Beginn der Refor­mation im 16. Jahrhundert einigten sich lutherische, reformierte und unierte Christen in Abgrenzung zur NS-Ideologie auf eine gemeinsame Formulierung ihres Glaubens. Das Team des Trucks will die Brücke in die Gegenwart schlagen und Reformationsgeschichten sammeln. Im Mobil sind all diese Geschichten zu erleben: als Video, als Audio oder auch in Texten.

Podiumsdiskussion: Wer glaubt, übernimmt Verantwortung

Das Programm rund um den Truck beginnt bereits am Vorabend (22. März): Nach der Andacht kommt der niederländische evangelische Theologe und Schriftsteller Nico ter Linden zur Lesung in die Gemarker Kir­che. Am 23. März  zeigen dann unter anderem Wuppertaler Schüler Luther-Clips, die sie inszeniert haben.

Mit einer historischen Druckerpresse können die Besucher einen Psalm wie zu Gutenbergs Zeiten drucken. Und an einer Button-Maschine können sie Botschaften rund um den Slogan „Wer glaubt, übernimmt Verantwortung“ festhalten. Den ganzen Tag über gibt es Sonderführungen durch die Ausstel­lung „Gelebte Reformation“ in der Gemarker Kirche und die Evangelische Kirche in Wuppertal lädt zum Gespräch ein.

Der Tag endet mit einem Abend der Begegnung. Bei einem Podiumsgespräch zum Thema „Gelebte Reformation: Wer glaubt, übernimmt Verantwortung – auch heute“  werden unter an­derem Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutsch­land und der Europäischen Union, Präses Manfred Rekowski, IHK-Präsident Thomas Meyer, MdB Kerstin Griese sowie Antonia Dicken-Begrich vom Trägerkreis Alte Synagoge, diskutieren, was das für sie persönlich bedeutet.

Ausführliche Informationen zu den weiteren Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum in Wuppertal gibt es im Internet unter  www.wuppertal2017.de

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir,de / Text und Foto: Evangelisch in Wuppertal / 20.03.2017



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.