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Tagung in Altenkirchen

Leichte Sprache: barrierefrei und für viele eine Hilfe

„Sprache sollte für alle leicht zu verstehen sein. Aber es ist nicht einfach, leicht zu schreiben.“ So heißt es in der Einladung zur Tagung „Behinderte Sprache oder behindert Sprache?“ am Donnerstag, 20. März, in der Evangelischen Landjugendakademie. 

Veranstalter sind der Evangelische Kirchenkreis Altenkirchen und die Landjugendakademie in Altenkirchen. Sie bemängeln, dass die Texte in Medien, in Schreiben von Behörden und sogar in Mitteilungen von Schulen für viele Menschen nicht zu verstehen seien. Das grenze aus und mache Angst.

Zur Tagung kommen unter anderem die Journalistin Christiane Link, Pfarrer Hans-Jürgen Volk aus Eichelhardt, die Chefredakteurin von „Ohrenkuss“, Katja de Bragança, und Gisela Holtz vom „Netzwerk Leichte Sprache“. „Ohrenkuss“ ist eine Publikation, die von Menschen mit Down-Syndrom erstellt wird. Das „Netzwerk Leichte Sprache“ hat seit 2006 Regeln für die vereinfachte Sprachform entwickelt und setzt sich dafür bundesweit ein.

Workshops, Impulsvorträge und Diskussionen

„Leichte Sprache ist eine Form der schriftlichen und mündlichen Kommunikation, die vor allem für und gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt wurde“, erläutert das Netzwerk. Da die Bezeichnung „geistig behindert“ von vielen Menschen häufig als diskriminierend empfunden werde, spreche man von Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Bei Leichter Sprache geht es laut Netzwerk darum, dass Texte und Sprache einfach zu verstehen sind, zum Beispiel indem man kurze Sätze schreibt, auf Fremdwörter verzichtet und Inhalte sinnvoll strukturiert. Leichte Sprache sei barrierefrei und helfe vielen Menschen.

In den Workshops der Tagung geht es um das Formulieren eines Textes und eines Berichts über die Tagung in einfacher Sprache, die journalistische Arbeit von "Ohrenkuss" und inklusive Sprache im Gottesdienst. Außerdem gibt es Impulsvorträge und Diskussionen.

Die Tagung wende sich an alle, die öffentlich reden oder schreiben, erklärt Akademiedirektorin Anke Kreutz. Sprache schaffe Wirklichkeit. „Wie wir von Behinderungen sprechen, sagt etwas über unsere Bewertungen und Gefühle dazu aus“, so Kreutz. "Sage ich: »Jeder Mensch hat Defizite«, »Jeder Mensch ist behindert« oder »Jeder Mensch ist anders und hat eigene Gaben: Jeder Jeck ist, wie er ist«?“

Die Veranstalter erbitten Anmeldungen bis Mittwoch, 5. März, per Mail an jaskot@lja.de oder per Fax an 02681 / 70206. Der Einladungsprospekt enthält ein entsprechendes Formular.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 28. Februar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 28. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

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