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Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (hinten Mitte) mit Frauen der Nordost-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, die den Kitenge tragen. Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (hinten Mitte) mit Frauen der Nordost-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, die den Kitenge tragen.

Jubiläum der Partnerkirche in Tansania

Dankbar für Gottes Wort

"Kitenge" nennen die Frauen in Tansania die Stoffe, auf denen bunte Muster und Botschaften gedruckt werden. Für das 125-jährige Bestehen der Nordost-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania wurde eigens ein Kitenge entworfen. 

Darauf ist das Siegel der Diözese abgebildet: ein Glockenturm umgeben von Palmen und Wasser als Symbol für die Fruchtbarkeit der Region. Plus der Jubiläumspsalm 117: Lobt alle Nationen Gott, den Herrn. Der Chor aus Korogwe, einer Gemeinde der Diözese, hat sich, wie viele Gemeindeglieder, Kleider, Hemden und Blusen aus dem Kitenge schneidern lassen. Gemeinsam mit Gemeinden aus der ganzen Diözese haben sie das Jubiläum in einer großen Auftaktveranstaltung in Tanga, einer Hafenstadt am Indischen Ozean, eröffnet.

Dort kamen vor genau 125 Jahren - am 4. Juli 1890 - Missionare aus Bethel an und begannen ihre Arbeit. Trotz aller kritischen Anfragen, die gerade Christinnen und Christen in Deutschland an die Kooperation mancher Missionare mit der Kolonialmacht eingingen, sind sich die tansanischen Kirchen einig: Sie sind dankbar, dass die Missionare das Wort Gottes gebracht haben. Es hat Befreiung, Glauben und Gemeinschaft rund um die Welt gebracht.  Inzwischen ist die Diözese, wie die gesamte Bethel-Mission, ein Teil der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) geworden.

Die Diözese zeichnet besonders ihre diakonische Arbeit aus

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Vizemoderatorin der VEM, stellt fest: "Die Diözese zeichnet sich besonders durch ihre diakonische Arbeit aus: so zum Beispiel die älteste psychiatrische Klinik des Landes, zwei weitere Krankenhäuser, eine Blindenschule, ein Waisenhaus. "Eine besondere Einrichtung ist die Sekomu-Universität in Magamba, eine der wenigen Lehrstätten in Tansania für Sonderschulausbildung und Psychiatrie."

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph bleibt bis zum Abschluss der Feierlichkeiten am 12. Juli in der Diözese und besucht mit einer Delegation aus Bethel die Projekte der Diözese. Auch eine fünfköpfige Delegation aus dem Kirchenkreis Oberhausen nimmt an den Feierlichkeiten der Diözese teil. Sie besucht ihre Partner in Lushoto, zu der der Kirchenkreis Oberhausen eine langjährige Beziehung pflegt.

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ekir.de / 04.07.2015



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