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Gottesgeschenk – ohne Bedingungen, aber mit Folgen

Evangelische Kirchen in NRW eröffnen Jahr der Taufe

Pressemitteilung Nr. 3/2011

Die Taufe wird in den evangelischen Kirchen Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus ein Jahr lang besonders im Mittelpunkt stehen: Unter dem Motto „Gottesgeschenk“ wurde am Donnerstag (6.1.) das Jahr der Taufe 2011 eröffnet. Präses Alfred Buß (Bielefeld), Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), und Pfarrer Dr. Werner Weinholt (Detmold) feierten in der Meinerzhagener Jesus-Christus-Kirche einen Gottesdienst mit 450 Personen. Als Erinnerung an ihre Taufe entzündeten 25 Kinder Kerzen an der Osterkerze.

 

www.gottesgeschenk.info

 

„Die Taufe ist ein Gottesgeschenk. Wir wollen beim Auspacken dieses Geschenkes helfen“, benennt Präses Alfred Buß, leitender Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen, das Anliegen.

 

Feiern, verstehen, weitertragen

Dabei seien drei Schritte hilfreich: feiern, verstehen und weitertragen. Am Beginn stehe das Fest: „Die Taufe, die Berührung mit Wasser, spricht die Sinne an, die Gefühle. Menschen werden in der Taufe angerührt. Diese Erfahrung ist ihnen wichtiger als kirchliche Lehrsätze.“ Dennoch sei das Verstehen als nächster Schritt wichtig. Buß beschreibt die Taufe als Geheimnis, das mit verständlichen Worten nahegebracht werden müsse: „Gott sagt Ja zu einem Menschen. Er steht zu ihm und begleitet ihn. Das kommt in der Taufe zum Ausdruck. Sie bedarf keiner Vorbedingungen. Aber sie bleibt nicht ohne Folgen.“ Deshalb der dritte Schritt: Weitertragen. Das bedeute auch Hilfe und Zusage an die Eltern. „Ihre Dankbarkeit für ihr Kind muss nicht ins Leere laufen“, so Präses Buß, „denn immer wieder wird die Geburt eines Kindes, sein Leben, sein Wachsen und seine Entwicklung als ein großes Wunder erlebt. Wem sollte man dafür danken, wenn nicht Gott?“

 

Präses Schneider: Taufe stiftet Gemeinschaft

Präses Nikolaus Schneider von der Evangelischen Kirche im Rheinland betonte in seiner Predigt die Gemeinschaft stiftende Bedeutung der Taufe: „Sie knüpft nicht nur ein Band zwischen dem Täufling und Gott, sondern auch ein Band zwischen dem Täufling und der christlichen Gemeinde.“ Glaube brauche solche Gemeinschaft: „Wir brauchen Eltern und Paten, Freunde und Freundinnen, die unseren Glauben stärken, die für uns da sind und für uns beten.“ Denn auch für getaufte Christen sei der Glaube kein fester Besitz: „Glaube umschließt immer auch Unglaube, Fragen und Zweifel“, sagte Schneider. Doch Christen hofften „auf Gottes heilsame Gegenwart“. Diese Hoffnung laufe nicht ins Leere. Sie gründet nach Schneiders Worten auf der Zusage des gekreuzigten und auferstandenen Christus, bei seiner Gemeinde zu bleiben „bis an der Welt Ende“.

 

Regionale Tauffeste am Wasser

Mit zahlreichen Aktivitäten begehen die westfälische, die rheinische und die lippische Landeskirche das Jahr der Taufe: Geplant sind regionale Tauffeste – auch an Flüssen oder Seen –, Gottesdienste zur Tauferinnerung, Ausstellungen, Tagungen sowie Seminare für Eltern und Paten, aber auch Kurse für Erwachsene, die sich taufen lassen wollen.

 

Besonders im Blick: Alleinerziehende und ihre Kinder

Die Taufe hat einen hohen Stellenwert: Die Bereitschaft evangelischer Eltern, ihr Kind taufen zu lassen, ist stark ausgeprägt. Allerdings: Alleinerziehende lassen ihre Kinder deutlich seltener taufen als der Durchschnitt. Deshalb sind sie im Jahr der Taufe besonders im Blick. Offenbar ist mit der Taufe bis heute das Ideal einer „vollständigen“ und „intakten“ Familie verbunden – Alleinerziehende haben eventuell eine gewisse Scheu vor der öffentlichen Taufe. Hinzu kommen finanzielle Gründe: Eine Tauffeier kostet Geld. „An diesen Hindernissen darf eine Taufe nicht scheitern“, erklärt Präses Buß.

 

Die Taufe verbindet die ganze Christenheit

Ein weiteres Ziel ist die wechselseitige Taufanerkennung der christlichen Konfessionen. Die Taufe ist das einzige ökumenisch anerkannte Sakrament, das verbindende Element der ganzen Christenheit. Doch nach wie vor sind damit viele Einzelfragen verbunden. Über sie wollen sich die Kirchen im Jahr der Taufe besonders intensiv austauschen.

 

Jahr der Taufe überregional

Das Jahr der Taufe geht auf einen Vorschlag des westfälischen Präses Alfred Buß zurück. Auch die evangelischen Kirchen in Niedersachsen, Baden, Mecklenburg und Sachsen haben diese Initiative aufgenommen: Dort steht das Jahr 2011 ebenfalls im Zeichen der Taufe. Die EKD hat dieses Jahr unter dem Motto „Reformation und Freiheit“ in die Zehn-Jahres-Reihe zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 eingereiht und dabei den Schwerpunkt auf die Taufe gesetzt.

 

Diese Pressemitteilung wird von den beteiligten Landeskirchen parallel verschickt. Sollten Sie die Pressemeldung mehrfach erhalten, bitten wir um Entschuldigung.

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 6. Januar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 6. Januar 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/Meinerzhagen / EKiR-Pressestelle / 06.01.2011



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