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Rheinische Kirche zeichnete am Abend Gewinner aus

„Wolkenfelder auf dem nassen Gehweg“ gewinnt Taufliederwettbewerb

Pressemitteilung Nr. 126/2011

Achtung, Sperrfrist: Heute, 28. November 2011, 19 Uhr!

Pfarrerin Dr. Gertrud-Marianne Schendel und Kirchenmusiker Christof Struck haben den Wettbewerb „Lieder zur Erwachsenentaufe“ der Evangelischen Kirche im Rheinland gewonnen. „Wolkenfelder auf dem nassen Gehweg“ heißt das Lied, das die Uelzener Pfarrerin getextet hat und das der Kirchenmusiker aus Wrestedt vertont hat. „Wir haben den Wettbewerb ausgeschrieben für neue Lieder zur Taufe, genauer gesagt: Lieder zur Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen“, erklärte die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber am Abend (vgl. Sperrfrist!) bei der Preisverleihung in der Düsseldorfer Johanneskirche: „Es geschieht oft, dass sich Jugendliche während der Konfirmandenzeit taufen lassen, und auch die Taufe von Erwachsenen ist gar nicht selten. Dafür eignen sich aber unsere klassischen Tauflieder nicht, die meist von der Säuglingstaufe ausgehen.“ Rund 200 Lieder wurden bei dem Wettbewerb eingesandt.

Der Text des Siegerliedes arbeitet mit einem ungewöhnlichen Bild: Wolkenfelder, die sich auf dem nassen Asphalt des Bürgersteigs widerspiegeln – das Gehen über diese schimmernden Wolkenfelder ist wie ein Wandern im Himmel. Es gehe um die Verbindung von Erde und Himmel auf den Glaubenswegen, die Getaufte mit Gott gehen, so Bosse-Huber und zitierte aus dem Lied: „,Meine Taufe wird lebendig mitten auf dem Wolkenweg’. Diese Verbindung bleibt bestehen, auch im Alltag und auch in dunklen Tagen. Am Ende der dritten Strophe heißt es: ,Doch es bleibt in mir ein Stück Freiheit, Singen, Himmelsglück’.“ Die Melodie passe gut zu den Bildern von Wolkenfeldern und Himmelsglück. Durch ihren ungewöhnlichen Fünf-Viertel-Takt unterstreiche sie die ausgemalte Luftigkeit und Helligkeit. Die Dynamik des Taufweges wird durch die Melodie singbar und spürbar lebendig.

Die besten Lieder werden in einem Heft veröffentlicht

Mit dem 2. Preis wurde Dr. Okko Herlyn für sein Lied „Ich sage Ja zu dem, der mich erschuf“ ausgezeichnet. Der Professor für Praktische Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, der auch als literarischer Kleinkünstler bekannt ist, schrieb dabei sowohl den Text als auch die Melodie. Den 3. Preis hat die Jury geteilt: Für den Text des Liedes „Gott, ich muss dir mal was sagen“ ging er an Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig aus Boxberg. Kantor Christoph Spengler aus Remscheid erhielt ihn für die Melodie des Liedes „Gemeinsam auf dem Weg“.

Die 13 besten Lieder aus dem Wettbewerb werden in einem Heft für den Einsatz in den Gemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken von der Evangelischen Kirche im Rheinland veröffentlicht.

Dass der Bedarf an Liedern für Erwachsenentaufen wächst, zeigt die kirchliche Statistik: Wurden vor rund 30 Jahren (1980) in der rheinischen Kirche „nur“ 1.226 Jugendliche und Erwachsene getauft, stieg deren Zahl über 1.677 (1990) auf 2.020 im Jahr 2009 an. Damit liegt der Anteil der Taufen von Erwachsenen bei inzwischen knapp zehn Prozent.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 28. November 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 28. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 28.11.2011



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