EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Rainer Sturm / pixelio.de Die Seelsorge am Telefon hilft vielen Menschen mit großen und kleinen Sorgen.

40. Jubiläum der Telefonseelsorge Saar

Hilfe im Gespräch auch in Nachtschichten

In einem Gottesdienst zum 40. Jubiläum würdigten der rheinische Präses Manfred Rekowski und der Trierer Bischof Stephan Ackermann das ehrenamtliche Engagement in der Telefonseelsorge Saar. Dank kam auch von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

"Morgens, mittags, abends und auch in Nachtschichten" würden die Ehrenamtlichen sich mit großem Engagement Zeit für Menschen nehmen, sagte Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, am Dienstagabend in der Saarbrücker Ludwigskirche. Auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) schloss sich dem Dank an. Die Arbeit der Ehrenamtlichen zeige sehr deutlich, was Aufgabe der Kirchen sei, erklärte der Chef der Evangelischen Kirche im Rheinland. Wenn Kritik an der Rolle der Kirche und ihrer Beiträge für die Gesellschaft geübt werde, verweise er oft auf die Arbeit der Telefonseelsorge.

„Ein Stück ökumenische Gemeinde“

Die ökumenische Zusammenarbeit werde von vielen Helfern als "ein Stück ökumenische Gemeinde empfunden", sagte Rekowski. "Das dürfen wir billigend in Kauf nehmen und von Herzen danken." Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer ehrte nach dem Gottesdienst die Ehrenamtlichen in der Staatskanzlei. Die Telefonseelsorge Saar sei für alle Themen und alle Menschen da und "ein gelungenes Beispiel für gelebte Ökumene", sagte die CDU-Politikerin. Die Ehrenamtlichen seien hierbei das wichtigste Kapital. Sie stellten ihre Kompetenz in den Dienst der Beratung anderer, obwohl auch in ihrem Leben andere Lebensbereiche Zeit und Kraft von ihnen erforderten, sagte sie. Ohne diese Ehrenamtlichen wäre das Saarland ärmer.

Rund 400.000 Beratungsgespräche seit 1975

"Wir als Offizielle werden zur Stimme derer, die vielleicht noch nicht danken konnten, aber denen geholfen wurde", sagte Bischof Ackermann. Er hoffe, dass es genügend Menschen geben werde, die sich weiterhin ehrenamtlich in der Telefonseelsorge engagieren.

Die Telefonseelsorge Saar ist eine gemeinsame Einrichtung der Evangelischen Kirchenkreise an der Saar und des Bistums Trier. Sie wurde 1975 gegründet. Im vergangenen Jahr führten die Ehrenamtlichen insgesamt 9.478 Seelsorge- und Beratungsgespräche. In den vergangenen 40 Jahren waren es rund 400.000. Insgesamt 500 Menschen haben in dieser Zeit anderen geholfen. Zurzeit kümmern sich rund 80 Mitarbeiter um die Anliegen von potenziell einer Million Menschen aus der Region und aus dem ganzen Bundesgebiet. Die Telefonseelsorge Saar ist allerdings auf weitere ehrenamtliche Helfer angewiesen.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / epd-west / Foto: Rainer Sturm/pixelio.de / 11.03.2015



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung