Architekturpreis 2012

Prinzipalstücke Tersteegenhaus Köln-Klettenberg

In der Kategorie Künstlerische Ausgestaltung werden die Prinzipalstücke des Tersteegenhauses in Köln-Klettenberg ausgezeichnet. 

Die Prinzipalstücke im Tersteegenhaus in Köln-Klettenberg erhalten den Architekturpreis für die "Künstlerische Ausstattung".  Foto: Anja Schlamann LupeDie Prinzipalstücke im Tersteegenhaus in Köln-Klettenberg erhalten den Architekturpreis für die "Künstlerische Ausstattung". Foto: Anja Schlamann

Kategorie Künstlerische Ausstattung: Köln-Klettenberg, Prinzipalstücke Tersteegenhaus, Bauherrin: Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, Architekt: Lepel & Lepel, Köln, Monika Lepel, Innenarchitektin BDA. Die Würdigung der Jury:

"Der Entwurf der Prinzipalstücke und der gewölbten Rückwand im Tersteegenhaus in Köln besticht durch seine Präzision und Reduktion.

Der Gottesdienstraum im Tersteegenhaus befindet sich in einem in den 1920er Jahren als Gemeindehaus geplanten Gebäude. Der Gottesdienstraum liegt in dem ehemaligen Gemeindesaal, der bis zu dem Umbau eine frontale Anordnung der Bestuhlung aufwies.

Das Büro Lepel und Lepel schafft es durch die Ausformulierung und Anordnung des Altars, des Ambos, der kreisförmig gebogenen Rückwand und die neue kreisförmige Platzierung der Stühle, ein eigenes, vom bisherigen Raum fast unabhängiges Raumgefühl zu entwickeln. Der Altar, der die Form eines sphärischen Dreiecks aufweist, bildet schlüssig den neuen Raummittelpunkt.

Für die neuen Elemente werden Eichenholz und Aluminium verwendet. Die Materialität des Altares bekommt durch die Füße einen Gegenpol. Die Schwere des mit dem Boden und Stühlen korrespondierenden Eichenholzkörpers erhält durch die filigrane Unterkonstruktion aus Aluminium fast etwas Schwebendes.

Die Materialität des Altares wird beim Ambo und in der Rückwand aufgenommen. Der Ambo und die Bestuhlung liegen kreisförmig um den neuen Altar. Über die leicht gebogene Rückwand erhält der Raum einen Abschluss, der den Kirchenraum als Ort der Andacht definiert und die Gemeinde mit einbindet. Die mit Aluminium beschichtete Rückwand weist je nach Tageszeit unterschiedliche spannende Lichtreflektionen auf.

Der Entwurf und die Anordnung der neuen Elemente geben dem Raum eine eigene neue Identität. Durch minimale präzise Elemente wird der Raum neu definiert."

Preisverleihung an Köln (v.l.): Annette Paul und Johannes Kister (Jury), ehem. Presbyter Dr. Eberhard Wolff, Presbyter Stephan Braun, Architekt Reinhard Lepel, Presbyterin Margarita Dane, Pfarrer Jost Mazuch, Architektin Monika Lepel und Präses Schneider. LupePreisverleihung an Köln (v.l.): Annette Paul und Johannes Kister (Jury), ehem. Presbyter Dr. Eberhard Wolff, Presbyter Stephan Braun, Architekt Reinhard Lepel, Presbyterin Margarita Dane, Pfarrer Jost Mazuch, Architektin Monika Lepel und Präses Schneider.

"Die Prinzipalstücke bestechen durch Präzision und Reduktion", sagt Jurymitglied Annette Paul bei der Preisverleihung. Altar, Rückwand und Ambo definierten nun den Raum. "Mit wenigen Mitteln wurde ein toller Raum für die Gemeinde geschaffen."

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 4. Dezember 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 6. Dezember 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 04.12.2012



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