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Landessynode 2017

Initiativantrag gegen Tihange und Doel

Einen Initiativantrag zur sofortigen und endgültigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 in Belgien hat die Landessynode 2017 erhalten und für die inhaltliche Beratung in den Ausschuss für öffentliche Verantwortung überwiesen. 

Die neuesten Gutachten und wissenschaftlichen Einschätzungen zum Zustand der Atomkraftwerke seien besorgniserregend, heißt es im Antrag. Sollte der Druckbehälter bersten, wäre ein Atomunfall in der Tschernobyl- oder Fukushima-Kategorie kaum zu vermeiden. Initiator des Antrages ist der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Jülich, Jens Sannig.

Die Kirchenleitung soll Einfluss auf die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung nehmen, um die Dringlichkeit einer Reaktoren-Abschaltung im Interesse der Menschen in der Region zum Ausdruck zu bringen, so das Ziel des Antrags. Die Kontakte zu den belgischen Kirchen sowie in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) sollen genutzt werden, um Einfluss auf die politisch Verantwortlichen in Belgien zu nehmen. Die belgischen Kirchen will man zu einem Protest gegen den weiteren Betrieb der Atomreaktoren in der Bevölkerung des Landes anregen.

Nach Angaben der Antragsteller sind seit 2012 in den Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 tausende Risse bei einer Revision festgestellt worden. Die bekannt gewordenen Ergebnisse der Untersuchungen seien höchst beunruhigend. Die Bevölkerung in der Städteregion Aachen, den Kreisen Düren, Jülich und Heinsberg, die Kirchenkreise Aachen und Jülich und die Kommunen in der Region seien in großer Sorge darüber, dass die beiden Atom-Reaktoren trotz erheblicher Beschädigungen immer wieder ans Netz genommen würden, heißt es in der Antragsbegründung. Sie hätten schon eine Sammelklage gegen den Betrieb eingereicht. 

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ekir.de / rtm / 10.01.2017



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