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Reformationsdekade

Spannende Lektüre

"Reformation und Toleranz - Ein spannungsreiches Verhältnis" So hieß eine Tagung vor einem Jahr anlässlich des Themenjahrs "Reformation und Toleranz" im Vorfeld des Jubiläums 500 Jahre Reformation. Jetzt sind die Vorträge als Buch erschienen.

Der Titel von Buch und Tagung ist identisch. Mit dem Adjektiv spannungsreich sei zunächst alles offen gelassen, heißt es im Vorwort der Herausgeber Prof. Dr. Andreas Mühling und Prof. Dr. Thomas Martin Schneider. Schließlich könne das Wort die Bedeutung von Energie, Lebensförderung, neugierige Erwartung haben. Oder auch: gestörte Beziehung, Belastung, Verspannung. Und so wünschen Mühling und Schneider eine "spannende Lektüre".

Zur Tagung hatte der Ausschuss für Rheinische Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte der Evangelischen Kirche im Rheinland auf die Ebernburg eingeladen. Ihre zentrale Frage lautete, verbindet man die Reformation mit dem 16. Jahrhundert und die Toleranz bzw. Aufklärung mit dem 18. Jahrhundert: Gibt es eine Verbindungslinie zwischen Reformation und Toleranz?

Und so beleuchten die beiden Herausgeber Fragen nach "Freiheit aus reformierter Perspektive" und "Freiheit bei Martin Luther". Weitere Vortragsthemen schauen u.a. auf Protestantismus und Intolerenz, im einzelnen im Blick auf Judentum, Islam sowie bezüglich Zensur. Der Beitrag "Toleranz und Ökumene" schlägt den Bogen von der Geschichte bis in die Gegenwart, blickt u.a. auf die Debatten um die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier 2012, fragt also nach konfessioneller Toleranz.

Andreas Mühling / Thomas Martin Schneider: Reformation und Toleranz - Ein spannungsreiches Verhältnis. Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte, Kleine Reihe, Heft 3, Bonn, 2014, 12,80 Euro

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ekir.de / neu / 10.09.2014



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