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Wisconcin-Gruppe 2012 Teilnehmende eines Begegnungskollegs mit der UCC in Wisconcin

Partnerschaft

Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit

„Wir wollen weiter Lust machen auf diese Partnerschaft, einladen und offen bleiben“, sagen Christiane Neufang und Susanne Wolf. Die Pfarrerinnen sind das Führungsteam in der Partnerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland mit der United Church of Christ (UCC).

Christiane Neufang Christiane Neufang

Christiane Neufang ist Vorsitzende und Susanne Wolf stellvertretende Vorsitzende der UCC-Arbeitsgruppe in der rheinischen Kirche. Sie setzen aktuell mit einem Partnerschaftstreffen in Düsseldorf eine Arbeit fort, für die sie nur lobende Worte finden. Viel gute Arbeit „mit viel Herzblut“ sei bisher geleistet worden, besonders von der zuständigen landeskirchlichen Dezernentin Christine Busch und dem ehemaligen Vorsitzenden des Partnerschaftskreises Max Koranyi, der 25 Jahre an der Spitze stand.

Bereichert durch einen Aufenthalt in den USA

Beide Frauen verbinden mit der amerikanischen Kirche entscheidende Erfahrungen. Christiane Neufang war 2000/2001 für ein Jahr in einem Sondervikariat in Durham in North Carolina. Seitdem bestehen intensive Kontakte: „Wenn wir jetzt telefonieren, ist das so, als hätten wir uns gerade erst gesehen.“ In ihrer Zeit als Pfarrerin in der Gemeinde Bickendorf im Kirchenkreis Köln-Nord war sie auch in der Partnerschaft engagiert. 2012 begleitete sie 18 Studierende auf einer 14-tägigen Studienreise in die USA mit Stationen in Boston, New York, Washington und im Bundesstaat North Carolina.

Seit fünf Jahren ist die Theologin jetzt Pfarrerin in der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG) in Köln. Außerdem ist sie Autorin von Rundfunkandachten im WDR. Das aktuelle Semesterthema der Kölner ESG „Aufbruch in fremde Welten“ bezieht sie auch auf die Partnerschaftsarbeit. „Wie ist das eigentlich, wenn ich einmal in die Fremde gehe? Ich kam sehr bereichert aus den USA zurück“, sagt sie.

Susanne Wolf Susanne Wolf

Susanne Wolf studierte unter anderem Evangelische Theologie in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania. Seit 2010 ist sie Dozentin am Gemeinsamen Pastoralkolleg in Villigst/Schwerte für Ökumene und Mission, gesellschaftliche Verantwortung und Diakonie sowie Kunst und Kultur. „Das Spannende passiert in den Schnittmengen“, weiß sie. Auch deshalb ist sie jetzt verstärkt in der UCC-Partnerschaftsarbeit aktiv.

Die Theologin unterstreicht: „Unsere beiden Kirchen haben viel gemeinsam.“ Dazu gehören für sie das Bekennen des Glaubens in einer säkularisierten Gesellschaft und das gemeinsame Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit. Sie zitiert einen Vertreter der UCC, der einmal gesagt habe: „Wir verlieren die meisten Mitglieder an die Sunday Times.“ Es sind also weniger andere religiöse Angebote, die Mitglieder vom Sonntagsgottesdienst fernhalten.

Nicht nur ein "Binnenkonzert" westlicher Kirchen

Unterschiede zur Situation der Kirchen in Deutschland gibt es dennoch. Pfarrerin Neufang: „Es gibt in den USA eine intensive Bindung der Menschen an ihre jeweilige Kirche, anders als bei uns in der Volkskirche.“ Sie charakterisiert die UCC als „Minderheitenkirche, die immer in der Gesellschaft präsent“ war und ein klares Bekenntnis abgibt – zum Beispiel gegen Rassismus.

Für die UCC-Arbeitsgruppe ist es nach Ansicht von Neufang und Wolf wichtig, eine qualifizierte theologische Arbeit fortzusetzen. Das werde aber nicht nur ein „Binnenkonzert“ der beiden westlichen Kirchen sein, so Neufang. So gibt es bereits gemeinsame Projekte mit Kirchen aus Honduras und von den Philippinen.

Begegnungskollegs, Konferenzen und Austausch sind Formen der Partnerschaft. „Das ist nicht nur gut für die Beteiligten, sondern auch für die Kirchen“, betont Susanne Wolf. Und auch der theologische Nachwuchs ist gefragt, damit die Partnerschaft mit Leben gefüllt wird und Zukunft hat. Auch wenn Pfarrer für Gemeinden gesucht würden: „Was spricht gegen ein Jahr Auslandserfahrung?“, fragt Christiane Neufang.

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ekir.de / rtm / 21.05.2015



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