Ungarn (1)

Leben in den Vertrag bringen

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Verträge sind geduldig. Damit Leben in die dürren Worte des Partnerschaftsvertrages zwischen der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Reformierten Kirche Ungarns kommt, bereist eine kleine rheinische Delegation die Partnerkirche.

Zu Besuch in Ungarn, zum Auftakt in Budapest: Hartmut Rahn, Klaus Eberl und Thomas Kraft (v.l.). LupeZu Besuch in Ungarn, zum Auftakt in Budapest: Hartmut Rahn, Klaus Eberl und Thomas Kraft (v.l.).

Thomas Kraft aus der Ökumeneabteilung, das Kirchenleitungsmitglied Hartmut Rahn und Oberkirchenat Klaus Eberl führen in Ungarn Gespräche über Gemeindeaufbau, Bildung, zeitgemäße Verkündigung, Versöhnungsarbeit, Probleme der Flüchtlinge und Fragen der Finanzstruktur. Etwa 20 Prozent der ungarischen Bevölkerung gehören den Reformierten an. Damit stellen sie auch im europäischen Kontext eine gewichtige Stimme des Protestantismus dar.

Die Rheinländer werden im Budapester Landeskirchenamt herzlich empfangen. Pfarrer Balázs Ódor, Leiter der Ökumeneabteilung, führt durch ein dichtgedrängtes Programm. Im Landeskirchenamt stehen Bildungsfragen im Vordergrund. Jugendpfarrer Siba erläutert die Planungen des landesweiten Jugendkirchentags. Dann wird über die Neuorientierung der Konfirmandenarbeit und des Religionsunterrichts diskutiert. Das reformierte pädagogische Institut begleitet die Arbeit von ca. 2500 Pädagoginnen und Pädagogen, die dazu beitragen, junge Christen in Ungarn in ihrem Glauben sprachfähig zu machen.

Im Stadtteil Buda lernt die Delegation eine engagierte Stadtgemeinde kennen. Eine der schönsten reformierten Kirchen Ungarns ist bekannt für die Arbeit mit Brautpaaren. Insgesamt werden die Amtshandlungen als missionarische Gelegenheit genutzt. Jeder Winkel des Gemeindezentrums wird mit unterschiedlichen Aktivitäten belebt: Krabbelgruppen; Glaubenskurse, Jugendarbeit, KU und vieles mehr. Bei allen Unterschieden zwischen Deutschland und Ungarn – die Frage ist gleich: Wie kann das Evangelium Menschen in ihrem Alltag ermutigen, trösten und herausfordern?

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 13. Mai 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 16. Mai 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / ke / 13.05.2011