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Professionelles Provisorium: Nach dem schweren Unwetter an Pfingstmontag übernimmt ein Dachdecker vorläufige Reparaturarbeiten an der Düsseldorfer Kreuzkirche. Professionelles Provisorium: Nach dem schweren Unwetter an Pfingstmontag übernimmt ein Dachdecker vorläufige Reparaturarbeiten an der Düsseldorfer Kreuzkirche. Diese muss sicherheitshalber bis auf Weiteres geschlossen bleiben.Download

Düsseldorf

Geschlossene Kirche, umgestürzte Bäume, fehlende Dachpfannen

In der NRW-Landeshauptstadt sichten evangelische Kirchengemeinden Schäden nach dem Unwetter am Pfingstmontagabend, so die Pressestelle des Kirchenkreises Düsseldorf. Aufräumarbeiten in evangelischen Einrichtungen meldet der Kirchenkreis An der Ruhr.

Beim kirchlichen Versicherungsdienst Ecclesia kommen dieser Tage laufend Schadensmeldungen aus Kirchen und kirchlichen Einrichtungen an, bezifferbar sei der Gesamtschaden aber noch nicht, sagt der für Gebäudeversicherungen zuständige Ansprechpartner Ingo Stolzmann. 90 Prozent der gemeldeten Schäden stammen Stolzmann zufolge von umgekippten Bäumen. Sturm, Blitz und teilweise auch Hagel hatten die Bäumen zu Fall gebracht.

Er erinnert daran, dass die Versicherten Schäden unverzüglich melden sollten. Schließlich muss die Versicherung bei größeren Schäden die Möglichkeit der Besichtigung der Schäden bekommen. Neben der Gebäudeversicherung sind Gemeinden und kirchliche Einrichtungen bei der Ecclesia auch KFZ- und Haftpflicht-versichert.

Im Blick auf seinen Bereich, die Gebäudesturmversicherung, bietet Stolzmann an, im Zweifel einfach zum Telefonhörer zu greifen und mit ihm zu sprechen, statt erst Briefe oder Mails zu verfassen, telefonisch lasse sich alles am schnellsten und unkompliziertesten klären. Seine Telefonnummer: 05231 / 603-383.

Schäden im Raum Mülheim an der Ruhr

Wasserschäden in einigen Kindertageseinrichtungen, ein geschlossener Friedhof und Aufräumarbeiten überall: Nach dem Unwetter „Christian“ haben auch die evangelischen Kirchengemeinden in Mülheim an der Ruhr Gebäudeschäden zu verzeichnen. Die Betroffenen berichten nicht nur von den Mühen der Schadensbekämpfung, sondern auch von viel Solidarität und praktischer Hilfe aus ihrer Nachbarschaft.

Der Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn muss zunächst geschlossen bleiben, bis der Baumbestand begutachtet und gegebenenfalls gesichert ist. Eine bereits angesetzte Beerdigung kann jedoch stattfinden, die hierfür nötigen Wege sind gefahrlos zugänglich.

Die Kita des Evangelischen Familienzentrums „Unter dem Regenbogen“ bleibt am Tag zwei nach dem Unwetter geschlossen. Die Räume können wegen eines Wasserschadens noch nicht wieder benutzt und bespielt werden. „Wir hoffen, morgen wieder eine ,Notgruppe‘ anbieten zu können“, sagt Leiterin Brigitte Schwarz. In ihrer Einrichtung waren am Abend des Unwetters Mitarbeitende und Eltern bis nach Mitternacht gemeinsam beschäftigt, um das Wasser abzuschöpfen.

Wieder geöffnet ist das Familienzentrum an der Artur-Brocke-Allee. Am Dienstag mussten mehrere Wasserpumpen zum Einsatz kommen. „Firmen in unserer Umgebung waren dabei sehr hilfsbereit“, berichtet Einrichtungsleiterin Dana Cloot-Stevens. Auch Eltern standen dem Kita-Team zur Seite und versorgten die das Wasser bekämpfenden Erzieherinnen sogar mit Mittagessen. „Zum Glück haben die Eltern sehr viel Verständnis für unsere Situation“, dankt Dana Cloot-Stevens für das Entgegenkommen.

In Saarn wurden im Gemeindezentrum Lindenhof und auch in der KiTa „Haus Kinderlust“ an der Otto-Pankok-Straße einige Wasserschäden beseitigt. Auch weitere evangelische KiTas waren, bzw sind in diesen Tagen zum Teil nur mit „Notgruppen“ geöffnet.

Vor dem Haus der Evangelischen Kirche an der Althofstraße sind Teile des Eingangsbereichs gesperrt. Hier wird die Feuerwehr einiges Totholz aus den Baumkronen bergen.

Schäden im Kirchenkreis Düsseldorf

Die Kreuzkirche an der Collenbachstraße in Düsseldorf-Derendorf ist mittlerweile wegen erheblicher Schäden vorübergehend geschlossen. Mehrere Dachflächen sind nicht mehr fest verankert, die Feuerwehr hat die Kirche weiträumig abgeriegelt. Zum Gottesdienst schickt die Gemeinde ihre Mitglieder in die Zionskirche. Auch der Kindergarten musste nach dem Unwetter erst einmal geschlossen werden. Vor dem Kindergarten stürzte ein Baum um. Auch gab es hier ein geplatztes Wasserrohr.

Im Stadtteil Wersten, so Pfarrer Kay Faller von der dortigen Kirchengemeinde, „sieht es übel aus“. Auf dem Gelände der Kirchengemeinde aber sind nur kleinere Schäden zu verzeichnen: abgerissene Äste, umgestürzte kleinere Bäume und undichte Fenster. Ähnlich sieht es wohl auch in der Lukas-Kirchengemeinde in Lierenfeld aus. „Außer ein paar Ästchen, die runterkamen, ist nichts passiert. Schon erstaunlich“, meldet Pfarrerin Inga Bödeker.

Am Heerdter Paul-Gerhardt-Haus traf ein heftiger Windstoß das Kreuz auf dem Giebel. Es steht nun schief. Auch haben die Bäume auf dem Gelände um das Haus Windschäden. An der Oberkasseler Auferstehungskirche fehlen nach der Sturmnacht Dachziegel. Der Garten der Löricker Philippuskirche an der Hansa-Allee ist verwüstet. Hier wurde ein Baum entwurzelt.

Neben der Gerresheimer Gustav-Adolf-Kirche an der Heyestraße ist eine Baum auf eine der Brücken über den Pillebach gestürzt und hat die Geländer durchschlagen. In Mörsenbroich ist der Eingang zur Thomaskirche in der Eugen-Richter-Straße blockiert. Dort hat sich ein Baum vor der Kirche quergelegt, hat den Gemeindebus, das Treppengeländer auf dem Weg zur Kirche und einen Schaukasten beschädigt.

In der Kirchengemeinde Unterrath gibt es eine Reihe kleinerer Schäden an Gebäuden - lose Dachschiefer, Wasser in Kellern und Räumen. Auch wurden Bäume entwurzelt und Äste abgerissen. Kurzzeitig gab es den Verdacht, in der Lichtenbroicher Matthiaskirche sei eine Gasleitung geborsten. „Dank des schnellen Einsatzes von Feuerwehr und Stadtwerken konnte jedoch Entwarnung gegeben werden“, berichtet Pfarrer Stefan Kläs.

Bei dem Unwetter am Pfingstmontag in NRW starben sechs Menschen. U.a. wegen umgestürzter Bäume sind Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz, der Straßenverkehr war von kilometerlangen Staus gekennzeichnet, der Bahnverkehr ging in die Knie.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 10. Juni 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 13. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / ues, ala, neu, Foto: Eva Schüler / 13.06.2014



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