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Alles ist bereit, die Delegierten sind willkommen, das Theologische Zentrum in Wuppertal ist vorbereitet zur VEM-Vollversammlung. Alles ist bereit, die Delegierten sind willkommen, das Theologische Zentrum in Wuppertal ist vorbereitet zur VEM-Vollversammlung.

VEM-Vollversammlung

Gemeinsam gegen Kinderarmut

„Welcome to the 7th General Assembly of UEM“ steht auf dem Transparent vor dem Internationalen Tagungszentrum in Wuppertal. Vom 25. bis zum 28. Juni tagt dort die VEM-Vollversammlung – quasi auf eigenem Terrain.

Die Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) findet alle zwei Jahre statt, immer an einem anderen Ort in einer der Mitgliedskirchen in Afrika, Asien und Deutschland. In Wuppertal sind jetzt 68 Vertreterinnen und Vertreter der 35 Mitgliedskirchen dabei. Schwerpunktmäßig geht es in der diesjährigen Versammlung, die das oberste Beschlussgremium des internationalen Kirchenbundes ist, um „Kinderarmut und Menschenhandel“.

Die Mitgliedskirchen der VEM arbeiten schon seit Jahren mit einer Vielzahl von Projekten dagegen an. Kostenlose Mittagessen für Kinder armer Familien in Deutschland, Auffangstationen für Straßenkinder in der Demokratischen Republik Kongo oder ein Sozialprojekt für sklavenähnlich behandelte Haushaltshilfen in Hongkong sind nur einige Beispiele für diese kirchlichen Initiativen. Jetzt wollen sich die Mitglieder der VEM über ihre Ansätze zur Bekämpfung von Kinderarmut und Menschenhandel austauschen und Ideen für gemeinsame Initiativen entwickeln.

Falsche Ernährung, fehlender Bildungszugang

„Unsere Kinder sind anders arm“, antwortete Barbara Rudolph, Vize-Moderatorin der VEM, auf die Journalistenfrage, ob es denn nicht gewagt sei, Kinderarmut in Deutschland und in den elf Ländern der Mitgliedskirchen in Afrika und Asien zu vergleichen. Aber hinter den verschiedenen Arten von Armut steckten in allen VEM-Regionen die gleichen Probleme: „Väter, die die Familien verlassen haben, schlechte oder falsche Ernährung und kein Zugang zu Bildung“, so Rudolph, die die Ökumeneabteilung der rheinischen Kirche leitet.

Armut könne nicht allein durch das Bruttosozialprodukt definiert werden, ergänzte VEM-Generalsekretär Dr. Fidon Mwombeki. Überall sei aber Bildung ein Schlüssel zur Bekämpfung von Armut. Um einen Eindruck von Kinderarmut zu bekommen, ist auch ein Besuch in Essen und Duisburg geplant. Der Besuch in Essen soll nach Aussage von Regine Buschmann, Moderatorin (Vorsitzende) der VEM, zeigen, wie in einer Stadt der Unterschied zwischen Arm und Reich ist: „Das wird sicher heftige Diskussionen mit unseren Partnern aus Afrika und Asien geben, ob es sich ein reiches Land wie Deutschland erlauben kann, solche Armut zu haben.“

Am Sonntag in Gemeindegottesdiensten

Neben den Beratungen in Wuppertal stehen auch Besuche in rheinischen Gemeinden auf dem Programm: „Jeder rheinische Kirchenkreis hat eine Partnerschaft im Rahmen der VEM. Deswegen fahren die Delegierten am Sonntag in rheinische Gemeinden, nehmen an Gottesdiensten teil oder predigen dort“, so Barbara Rudolph.

Und nicht nur über die Partnerschaften sind die Kirchenvertreterinnen und -vertreter aus Afrika und Asien mit dem Rheinland verbunden: Im Internationalen Tagungszentrum „Auf dem Heiligen Berg“ in Wuppertal, in dem die Vollversammlung stattfindet, sind sie auch zuhause – das Zentrum ist ein gemeinsames Unternehmen der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinten Evangelischen Mission.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 24. Juni 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 24. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / Tomke Meyn, Foto: Jens Peter Iven / 24.06.2014



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