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Rheinisches Verwaltungsamt. Rheinisches Verwaltungsamt.

Verwaltungsstrukturreform

Auf dem Weg zu gemeinsamen Verwaltungen

Bis 2017 soll es in jedem der 38 Kirchenkreise eine gemeinsame Verwaltung für den Kirchenkreis und seine Kirchengemeinden geben. So sieht es die Verwaltungsstrukturreform vor. 

Welche Schwierigkeiten sich bei der Umsetzung der Reform bisher ergeben haben, wollte die Kirchenleitung von Verwaltungsleitungen, Superintendentinnen und Superintendenten wissen und lud sie nach Wuppertal zu einer Anhörung ein. Rund sechzig waren gekommen, um mit der Kirchenleitung zu diskutieren. Die hörte nicht nur aufmerksam zu, sondern versprach auch, bei „Fehlern im Detail“ nachzusteuern.

Eine Erfahrung mit der Reform lautete: Verwaltung ist teurer geworden. Wobei die einen anmerkten, dass einige Verwaltungsämter bislang mit einer zu geringen Personaldecke ausgestattet gewesen seien. Andere sahen den Grund für die gestiegenen Kosten eher im Neuen Kirchlichen Finanzwesen (NKF). Oberkirchenrat Bernd Baucks warb für eine sachgerechte Betrachtung: Die Kosten, die bei der Einführung des NKF anfallen, und die für die Verwaltungsstrukturreform aufzuwendenden Finanzmittel seien sorgfältig zu trennen.

„Mit dem NKF müssen wir auch Altlasten abbauen“, sagte der Finanzchef der rheinischen Kirche. NKF sei teurer als ursprünglich geplant, „weil es am Anfang schlecht aufgestellt war“. Sowohl bei der Verwaltung als auch beim Finanzwesen gebe es jedoch eine deutliche Qualitätsverbesserung – auch wenn sie beim NKF noch nicht spürbar sei.

Damit Verwaltung bezahlbar bleibe, sollten Kirchenkreise freier darüber entscheiden können, welche Pflicht- und welche Wahlaufgaben bei den Gemeinden bleiben, lautete ein Vorschlag in der Anhörung. Klärungsbedarf gab es weiter in der Frage der Kostenverteilung, genauer gesagt der Finanzierung der Pflichtaufgaben. Das geschieht anteilig über eine Umlage. Diese Umlage darf nicht zu unzumutbaren Belastungen von verwalteten Körperschaften führen, heißt es in der Rechtsverordnung zum Verwaltungsstrukturgesetz. Die Grenze liegt bei 30 Prozent.

Weitere Fragen betrafen die Kompetenzen der Fachausschüsse und die Begleitung von Sitzungen der Leitungsgremien sowie das Modell des Kompetenzzentrums. Dabei können mehrere Verwaltungen gemeinsam einen speziellen Bereich von Verwaltungsaufgaben erledigen. Praxisbeispiel hierfür könnte eine gemeinsame Verwaltung von Friedhöfen sein, etwa wenn es in bestimmten Kirchenkreisen nur sehr wenige evangelische Friedhöfe gibt.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 24. September 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 2. Oktober 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / wb, Foto: Anna Siggelkow / 24.09.2014



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