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Foto: Uwe Schinkel In der Evangelischen Kirche in Mettmann wurde Christoph Pistorius von Präses Manfred Rekowski in sein neues Amt als Vizepräses eingeführt.

Mettmann

Christoph Pistorius als neuer Vizepräses eingeführt

Das Wetter passte zum festlichen Anlass: Strahlend blau wölbte sich der Himmel am Sonntagvormittag über der Evangelischen Kirche in Mettmann, als Christoph Pistorius in sein neues Amt als Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland eingeführt wurde.

Christoph Pistorius Christoph Pistorius

Wenige Wochen nach der Wahl durch die Landessynode führte Präses Manfred Rekowski, assistiert von Mitgliedern der Kirchenleitung, seinen neuen Stellvertreter ins Amt ein. Pistorius wisse, was die Menschen auf landeskirchlicher Ebene, in den Kirchenkreisen und Gemeinden bewege, betonte Präses Rekowski in seiner Einführungsansprache. Schon der Ort der Einführung, die bald 250 Jahre alte Kirche im bergischen Barock, machte die Verwurzelung des neuen Vizepräses deutlich: Seit einem Jahr lebt der frühere Trierer Superintendent in Mettmann. „Die Gemeinde ist für mich Heimat und Kraftquelle“, so Pistorius.

Auf das Wort Gottes und den Ruf der Menschen hören

In seiner ersten Predigt als rheinischer Vizepräses machte der 52-Jährige deutlich, welchen Auftrag die Kirche habe: Sie müsse den Menschen Gottes Antwort auf ihre Lebensfragen geben. Dies heiße: „Du bist von Gott geliebt! Gott ist für dich ein Gegenüber, und dem zerzausten Gottesboten am Kreuz ist keine menschliche Erfahrung fremd.“ Dies müsse die Kirche den Menschen weitersagen, auch wenn sie selbst immer wieder darum ringe, wie sie es gemessen und verständlich sagen könne.

Kirche müsse dabei selbst auf das Wort Gottes, aber zugleich auf den Ruf der Menschen hören, zum Beispiel „auf den stummen Schrei derer, die erfahren, dass menschliches Wissen und Können an ihre Grenzen kommen, in Krankheit, in Einsamkeit; in Lebenskrisen, die ausweglos scheinen; bei Schicksalsschlägen, unter denen sie zusammenzubrechen drohen, oder derer, die ihrem Leben ein Ende machen wollen“.

Das neue Amt, das Pistorius nun neben seiner Aufgabe als Leiter der Abteilung I (Personal) im Landeskirchenamt wahrnimmt, sei eine Herausforderung, unterstrich Monsignore Dr. Georg Bätzing. Deshalb habe er noch am Morgen für seinen Freund und ökumenischen Wegbegleiter daheim die Messe gefeiert – auch wenn er gar nicht wisse, „ob ein geweihter Priester das für einen evangelischen Vizepräses tun darf“, sagte der Generalvikar des Bistums Trier unter dem Applaus der Festgemeinde.

„Wie habt ihr meine Liebe unter die Menschen gebracht?“

Den Applaus und die Lacher hatte auch die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen auf ihrer Seite, als sie feststellte, dass an der Spitze nun wieder ein echtes Triumvirat aus Präses, Vizepräses und Vizepräsident stehe. Von Westfalen aus blicke sie „mit großem Respekt auf die Prozesse, die sie da gerade gemeinsam anstoßen. Sie nehmen die Menschen Ihrer Landeskirche mit auf einen Weg, der nur von allen gemeinsam gegangen werden kann. Dabei müssen sie im Leitungsamt diejenigen sein, die motivieren, Anstöße geben, Perspektiven aufzeigen, begründete Zuversicht behalten und verströmen“, sagte Präses Annette Kurschus. Aber auch in diesem Prozess komme es im innersten Kern auf die Kommunikation des Evangeliums an.

Und so schlug die westfälische Präses schließlich eine Brücke zur Predigt des neuen rheinischen Vizepräses: „Wenn der Herr einst wiederkommt, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht danach fragen, wie die Evangelische Kirche im Rheinland dasteht und ob es die Evangelische Kirche von Westfalen besser oder schlechter macht. Er wird uns vielmehr gemeinsam fragen: Wie habt ihr meine Liebe unter die Menschen gebracht? Wir sollten jetzt schon alles tun, dass wir darauf, wenn es soweit ist, eine gemeinsame Antwort wissen.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 23. Februar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 23. Februar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / jpi / Fotos: Uwe Schinkel / 23.02.2014



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