Petra Schulze, WDR-Rundfunkbeauftragte der evangelischen Kirchen Petra Schulze, WDR-Rundfunkbeauftragte der evangelischen Kirchen

WDR5-Thementag

Ein ganzer Tag lang Glaube in all seinen Facetten

Petra Schulze, die WDR-Rundfunkbeauftragte der evangelischen Kirchen, über den Thementag Glauben auf WDR5 am Freitag, 7. Juni.

„Mehr als Christen – Glaubensland NRW“ heißt der WDR5-Thementag Glauben am Freitag. Wieviel Erleuchtung erhoffen Sie sich von diesem besonderen Radio-Tag?

Wellenchef Florian Quecke von WDR 5 hat diesen Tag einmal etwas anders lautend mit "Bunte Glaubenswelt NRW" betitelt. Das hat mir gut gefallen. Ich finde es gut, dass der WDR parallel zum Eucharistischen Kongress in Köln, über den breit berichtet werden wird, das Thema Glauben in all seinen Facetten einen ganzen Tag lang groß schreibt.

Wie viel "evangelisch" ist im Thementag-Paket enthalten?

So wie ich den Thementag verstehe, will der WDR vor allem die religiöse Vielfalt in NRW aufzeigen. Und da geht es dann auch um andere als christliche Religionen und um Glauben allgemein. Das Tagesgespräch zum Beispiel hat als Thema, „ob man einen Glauben braucht, um gut durchs Leben zu kommen“ und Leonardo fragt nach der Vereinbarkeit von Glaube und Naturwissenschaft. Bei Thema NRW geht es um die Spuren des Glaubens im Alltag: „Was machen christliche Unternehmer anders, wie integrieren Muslime das Freitagsgebet in ihren Arbeitsalltag und Buddhisten und Hindus ihre Puja in ihr Leben? Wer besucht die Schalke-Stadionkapelle und wer ein evangelisches Predigerseminar?“
Neue religiöse Bewegungen wie „Schamanen und Erdgeisteranbeter“ werden unter die Lupe genommen. Im Philosophischen Radio gibt es ein Gespräch über den Agnostizismus. Agnostizismus bedeutet: Man anerkennt, dass das menschliche Wissen begrenzt ist. Deshalb beantworten die Agnostiker die Frage „Gibt es einen Gott?“ nicht mit „Ja“ oder „Nein“, sondern mit „Es ist nicht geklärt“, „Es ist nicht beantwortbar“.

Ist der Thementag Glauben im Grunde ein Thementag "Eucharistischer Kongress" in Köln?

Nein. Im Gegenteil. Er ist sogar eher so etwas wie eine Waagschale – parallel zu Berichterstattung über den großen Eucharistischen Kongress mit seinem wirklich herausragenden Programm und der Anwesenheit der ranghöchsten Geistlichen der katholischen Kirche aus ganz Deutschland wird der WDR hier zeigen, wie viele religiöse Gemeinschaften, Kirchen, Glaubensrichtungen es gibt in NRW und wie sie zu bewerten sind.

Wie lebendig ist das Thema Glauben aufs ganze Jahr gesehen auf den WDR-Radiowellen?

Sehr! Da gibt es das redaktionelle Programm – zu dem ja auch der Thementag gehört. Vor allem das Programm der Fachredaktion Religion, Theologie, Kirche mit dem Magazin „Diesseits von Eden“ oder dem Feature „Lebenszeichen“ und vielen anderen Sendungen. Die katholische und evangelische Kirche werden mit ihren Sendungen „Kirche im WDR“ wochentags von rund 2,1 Millionen Menschen täglich auf allen Wellen von 1Live bis WDR 5 gehört. Dazu kommen die Sendungen an den Sonn- und Feiertagen wie Gottesdienste (WDR 5), das Geistliche Wort (WDR 5), die Sonntagskirche (WDR 4) und Hörmal (WDR 2). Für die Hörerinnen und Hörer jeder Welle gibt es ein speziell zugeschnittenes Programm, mit dem unsere kirchlichen Autorinnen und Autoren trösten, aufbauen, aufrütteln, ermuntern, stärken, nachdenklich machen oder zum Lachen bringen. Da geht es um die Fragen wie Patenschaft oder was ist eigentlich Familie, da kommen Prominente zu Wort, die über ihren Glauben und Krisen berichten, es geht um Tauschbörsen und fairen Handel, um Organspende oder wie man Sterbende begleitet, um Klinikclowns, um interreligiöse Fußballturniere oder wie evangelische Christen im Ausland in schwierigen politischen Situationen ihren Glauben leben. Die ganze Vielfalt des evangelischen Glaubens.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 6. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 6. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 06.06.2013



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