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Staatskirchenrechtliches Symposium

Eine offene und konstruktive Debatte

Dr. Thomas Weckelmann, Leiter des Evangelischen Büros NRW, zeigt sich im Interview zufrieden mit der Resonanz auf das erste staatskirchenrechtliche Symposium im Düsseldorfer Landtag. In allen Themenforen wurde intensiv diskutiert.

Dr. Thomas Weckelmann, Beauftragter der rheinischen, westfälischen und lippischen Landeskirche bei Landtag und Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Dr. Thomas Weckelmann, Beauftragter der rheinischen, westfälischen und lippischen Landeskirche bei Landtag und Landesregierung in Nordrhein-Westfalen.

Am 16. Juni trafen erstmals Vertreter aus Politik und Kirche zu einem offenen Dialog über das Verhältnis von Staat und Kirche zusammen. Wie bewerten Sie diesen Tag rückblickend?

Die Veranstaltung ist in unseren Augen sehr gut gelungen. Zum einen aufgrund der Vielzahl von Mitwirkenden aus Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Kirchen sowie des Interesses und der Diskussionsfreude der über 350 Teilnehmenden. Zum anderen aber auch,  weil die Atmosphäre im Landtag eine offene und konstruktive Debatte über die wichtigsten Themen im Blick auf Staat und Kirche ermöglicht hat.

Auf dem Symposium kamen viele Themen zur Sprache, die Staat und Kirche miteinander verbinden. Gab es ein Thema, das besonders im Fokus der Teilnehmenden lag?

In sämtlichen Themenforen - vom Denkmalschutz über die Rolle der Kirchen im Bildungswesen bis hin zur sozialen Daseinsvorsorge – wurde intensiv diskutiert. Auf besonderes Interesse der Teilnehmenden trafen die Themen aus dem Bereich der Kirchenfinanzen und des kirchlichen Arbeitsrechts, außerdem die Folgen einer zunehmenden religiösen Pluralität und Säkularisierung. Überraschend war für uns, dass das Thema Kirchenfinanzen aber nicht so kontrovers erörtert wurde, wie mancher es vermutet hatte.

Was war die Ausgangslage für die evangelischen und katholischen Kirche in NRW ein solches Symposium zu veranstalten?

Die (Erz-)Bistümer und evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen hatten es sich zum Ziel gesetzt, ein Forum für einen offenen fachlich-politischen Dialog zu eröffnen, in dem Vertreter von Parlament, Regierung, Gesellschaft und den Kirchen über staatskirchenrechtliche Themen in ein sachliches Gespräch kommen können.

Wird es in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art geben?  

Zunächst werden die vielen Impulse und Anregungen aus dieser Veranstaltung ausgewertet und bearbeitet werden. In diesem Zusammenhang planen die (Erz-)Bistümer und Landeskirchen eine Publikation. Auch werden wir die Gesprächsfäden in den einzelnen Themenbereichen nicht abreißen lassen und weiter den Dialog mit der Politik suchen.

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ekir.de / sbe, Foto: ekir.de / 18.06.2014



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