Weihnachten: Vorher reden ist Gold
Nothilfe gibt es rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge. Wer fürchtet, dass Weihnachten persönlich schwierig wird, sollte schon jetzt überlegen und planen, wie und mit wem man feiern will.
Dazu rät der Essener Theologe Werner Korsten (58) im ekir.de-Hör-Interview. Alleinstehende sollten Weihnachten nicht einfach auf sich zukommen lassen, sondern überlegen und festlegen, ob sie die Tage allein gestalten, sich bei anderen einladen, selbst andere einladen oder ein Angebot einer Kirchengemeinde für Alleinstehende annehmen, sagt Korsten, Leiter der Telefonseelsorge Essen und stellvertretender Vorsitzender des bundesweiten Dachverbands „Evangelische Konferenz für Telefonseelsorge und Offene Tür e.V.“.
Familien rät Korsten, eine Familienkonferenz einzuberufen oder wenigstens per Telefon oder E-Mail beizeiten zu klären, wer welche Interessen an Weihnachten hat. „Vorher miteinander reden ist das Wichtigste“, betont der Pfarrer. Nur so könnten die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden.
Wenn an Weihnachten erfahrungsgemäß viele Notrufe bei der Telefonseelsorge einlaufen, gehe es darum, mit den Anrufenden auszuloten, was angesichts von Einsamkeit, Streit oder Unstimmigkeiten akut geschehen kann, welche „zweitbesten Lösungen“ möglich sind.
Die Telefonseelsorge, die im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland 16 Stellen umfasst, erhält durchschnittlich 50 bis 60 Anrufe in 24 Stunden. Neben wenigen Hauptamtlichen versehen vor allem Ehrenamtliche den Seelsorgedienst am Telefon.
zum Hören: Pfarrer Korsten im Interview
ekir.de / neu / 03.12.2009
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