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Vizepräsident Dr. Johann Weusmann, Schatzmeister der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, mit Gregory Fairbanks vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen (r.) und (im Hintergrund) Nabil Mamarbashi  von der Evangelischen Hadath-Kirche im Vizepräsident Dr. Johann Weusmann mit Gregory Fairbanks vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen (r.) und Nabil Mamarbashi (M.) von der Evangelischen Hadath-Kirche.

Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen

Versammelt in Solidarität mit den Menschen im Nahen Osten

Der Exekutivausschuss der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) tagt in Beirut. Unter dem Motto „Gott des Lebens. Führe uns auf deinen Weg der Gerechtigkeit, des Friedens und der Versöhnung“ beraten Vertreter reformierter und unierter Kirchen aus aller Welt.

Aus Deutschland nehmen Vizepräsident Dr. Johann Weusmann und der Direktor des Seminars für pastorale Ausbildung in Wuppertal, D. Peter Bukowski, als Delegierte teil - beide aus der Evangelischen Kirche im Rheinland. Auch die EKD ist mit Gaststatus vertreten. Gastgeberin ist die Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon.

„Mit unserer Tagung im Libanon wollen wir unsere Solidarität mit den Kirchen im Nahen Osten zum Ausdruck bringen“, erklärt Weusmann, Schatzmeister der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen. „Das ist dringend notwendig. Die Begegnungen vor Ort und die intensiven Gespräche mit den Kirchenführern aus Ägypten, dem Irak, dem Libanon und Syrien zeigen uns, wie dramatisch die Situation für die Christen in diesen Ländern geworden ist. Sie brauchen nicht nur humanitäre, sondern auch politische Unterstützung.“

Appell für Unterstützung

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten die Evangelischen Kirchen in Syrien und im Libanon in einem dringenden Appell um Unterstützung gebeten. In dem Aufruf heißt es, dass ein völliges Verschwinden der Christinnen und Christen und ihrer Gemeinden im Nahen und Mittleren Osten zu befürchten sei, wenn sich die Situation nicht nachhaltig ändert.

Weusmann: „Aus dem Irak und Syrien haben wir erschütternde Berichte über die Vertreibung und Ermordung insbesondere der Christen durch unterschiedliche islamistische Terrorgruppen wie zum Beispiel dem IS gehört.“ Er weiß: „Die Menschen fliehen in den Libanon, betrachten aber auch dieses Land nur als Durchgangsstation, weil sie befürchten, dass der Terror nicht an der Grenze Halt machen wird.“

Kirche fürchtet um ihre Existenz

Die Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon fürchtet um ihre Existenz. Dabei engagiert sie sich erfolgreich mit ihren Institutionen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade die evangelischen Schulen genießen einen sehr guten Ruf. Dort werden auch zahlreiche muslimische Kinder unterrichtet. Wegen der Abwanderung der Mitglieder werden die Gemeinden jedoch kleiner. Es wird immer schwieriger die integrativen Schulen zu halten.

Die Evangelische Kirche ist auch mit einem eindrucksvollen diakonischen Engagement in der Flüchtlingshilfe aktiv. Allein aus Syrien gibt es jedoch 1,5 Millionen Flüchtlinge im Land. Angesichts dieser Zahl sind die Möglichkeiten der Kirche sehr begrenzt. Weusman: „Die Lage in der Ursprungsregion der Christenheit ist dramatisch und grausam, ein Ausweg nicht in Sicht.“

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ekir.de / vis, neu / 12.05.2015



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