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Vizepräsident Dr. Johann Weusmann Vizepräsident Dr. Johann Weusmann

Start von portal.ekir.de

Online-Arbeitsplatz für Haupt- und Ehrenamtliche

Die Evangelische Kirche im Rheinland startet heute mit portal.ekir.de. Die neue IT-Plattform für Haupt- und Ehrenamtliche in der rheinischen Kirche stellt Fachanwendungen zur Verfügung, mit denen Aufgaben einfacher, schneller und datenschutzkonform erledigt werden können, erklärt Vizepräsident Dr. Johann Weusmann. 

VON JOHANN WEUSMANN

Datenschutz und Datensicherheit – das sind für uns als Kirche wichtige Themen. Gesetzliche Vorgaben einzuhalten, ist das eine. Als Kirche geht es uns aber auch darum, im Umgang mit Daten glaubwürdig zu sein. Die Wertschätzung, die wir jedem Menschen entgegenbringen wollen, muss sich daran zeigen, wie wir mit personenbezogenen Daten umgehen, die uns zur Verarbeitung, Speicherung und Auswertung anvertraut sind. Datenschutz ist uns daher ein sehr hohes Gut.

Gleichzeitig gilt auch: Datenschutzvorschriften, die wir haben, müssen effektiv eingehalten werden können. Die beste Vorschrift bringt nichts, wenn deren Einhaltung so umständlich ist, dass Mitarbeitende sie nur schlecht befolgen können. Das erzeugt Frust oder führt im Alltag dazu, dass Vorschriften manchmal umgangen werden.

Deshalb freue ich mich, dass wir nun schrittweise unsere neue IT-Infrastruktur in Betrieb nehmen können, die unter portal.ekir.de ihre Umsetzung findet. Wir beginnen mit der Umstellung der ekir.de-Mailkonten auf das neue Portal.

Das neue Portal bietet für Mitarbeitende in unserer Landeskirche, ob haupt- oder ehrenamtlich, verschiedene Fachanwendungen, die unserem kirchlichen Datenschutzrecht entsprechen und in eine moderne Arbeitsumgebung eingebettet sind. Ob auf dem PC im Büro oder auf dem Smartphone unterwegs – Nutzerinnen und Nutzer des Portals haben stets die wichtigsten Werkzeuge zur Hand: eine Mail- und Terminverwaltung, einen Online-Speicher, ein Umfrage-Tool. In Kürze kommt ein neues Intranet hinzu, das Inhalte zielgruppenspezifisch ausliefert. Für 2017 ist die Anbindung des Meldewesenprogrammes geplant, weitere Anwendungen werden folgen.

Das neue Portal ist die praktische Umsetzung des Beschlusses unserer Landessynode zur Informationstechnologie aus dem Jahr 2015. In der Drucksache heißt es, der Einsatz von IT sei kein Selbstzweck, sondern diene der Verwirklichung des Auftrages der Kirche, damit die Kirche sich für Verkündigung, Seelsorge, Diakonie und das Eintreten für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzen könne. Das neue Portal stellt Werkzeuge zur Verfügung, so dass viele Aufgaben einfacher, schneller und datenschutzkonform erledigt werden können.

Zwei weitere Aspekte sind mir wichtig: Unser IT-Konzept ist auf Kooperation angelegt, Kirchenkreise können sich einklinken und die Infrastruktur zur Erfüllung ihrer Aufgaben nutzen. Was auf landeskirchlicher Ebene entwickelt wurde, teilen wir gerne über alle Ebenen unserer Landeskirche.

Der Gedanke des Teilens drückt sich auch in einem anderen Aspekt aus. Das Portal wurde mit Freier Software – auch Open-Source-Software genannt – aufgebaut. Freier Software liegt der Gedanke des freien Teilens von Wissen zugrunde. Wir greifen dabei auf Programme zurück, die von einer Gemeinschaft aus Entwicklerinnen und Entwickler programmiert wurden. Wenn wir Erweiterungen oder Verbesserungen dieser Software erstellen und erstellen lassen, werden wir unsere Programmierleistungen ebenfalls der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. So leisten wir auch einen Beitrag zu digitaler Nachhaltigkeit.

Ich wünsche allen Nutzerinnen und Nutzern ein gutes Arbeiten auf dem neuen Portal.

 

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14.09.2016



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